Gute Idee, ungleichmäßige Umsetzung
The Exes war für mich eines dieser Bücher, bei denen ich nach den ersten Seiten dachte, das könnte wirklich gut werden. Die Prämisse ist stark: Natalie sucht die große Liebe, hat dabei aber eine Vergangenheit, die sich nicht so einfach wegschweigen lässt, nämlich drei tote Ex-Freunde und eine unheilvolle Neigung, zufällig in der Nähe zu sein, wenn etwas passiert. Als sie James kennenlernt und glaubt, endlich alles zu haben was sie sich je gewünscht hat, beginnt das eigentliche Spiel.
Was mich als Leserin leider zunehmend abgeholt hat, war das Pacing der ersten Hälfte. Der Roman braucht sehr lang, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Die vielen Zeitsprünge und Rückblenden, die Leodora Darlington einsetzt, um Natalies Vergangenheit zu enthüllen, unterbrechen den Erzählfluss immer genau dann, wenn er gerade beginnt, Zugkraft zu entwickeln. Ich habe mich mehrfach dabei ertappt, wie ich auf das Ende eines Rückblickes gewartet habe, statt mitzufiebern. Das ist für einen Thriller ein ernstes Problem.
Die zweite Hälfte des Buches ändert das Tempo deutlich, und hier zeigt Darlington, dass sie durchaus weiß wie man Twists setzt. Einige Wendungen haben mich wirklich überrascht, andere wirkten gegen Ende zunehmend konstruiert und haben mich eher ungeduldig als gespannt zurückgelassen. Das Gefühl, dass die Autorin ein Ziel vor Augen hatte und rückwärts auf dieses Ziel hingeschrieben hat, ließ sich leider nicht ganz abschütteln.
Was das Buch für mich dennoch interessant macht, ist das Thema selbst: weibliche Rache, die Frage nach Moral und Rechtfertigung, eine Protagonistin die sich in einer gesellschaftlichen Realität bewegt die Frauen systematisch verletzt. Diese Ansätze sind da, aber sie werden nicht ganz zu Ende gedacht. Natalie bleibt als Figur ein Stück weit blass, und das nimmt der Geschichte die psychologische Tiefe die sie brauchen würde, um wirklich unter die Haut zu gehen.
Meine Empfehlung: Wer Thriller liebt, die vor allem in der zweiten Hälfte Tempo machen, und wer bereit ist, eine etwas holprige erste Hälfte in Kauf zu nehmen, kann hier durchaus gut unterhalten werden. Wer psychologische Komplexität sucht oder eine Protagonistin mit der man wirklich mitfiebert, könnte enttäuscht sein. 3 von 5 Sternen für ein Buch mit guter Idee und ungleichmäßiger Umsetzung.
Was mich als Leserin leider zunehmend abgeholt hat, war das Pacing der ersten Hälfte. Der Roman braucht sehr lang, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Die vielen Zeitsprünge und Rückblenden, die Leodora Darlington einsetzt, um Natalies Vergangenheit zu enthüllen, unterbrechen den Erzählfluss immer genau dann, wenn er gerade beginnt, Zugkraft zu entwickeln. Ich habe mich mehrfach dabei ertappt, wie ich auf das Ende eines Rückblickes gewartet habe, statt mitzufiebern. Das ist für einen Thriller ein ernstes Problem.
Die zweite Hälfte des Buches ändert das Tempo deutlich, und hier zeigt Darlington, dass sie durchaus weiß wie man Twists setzt. Einige Wendungen haben mich wirklich überrascht, andere wirkten gegen Ende zunehmend konstruiert und haben mich eher ungeduldig als gespannt zurückgelassen. Das Gefühl, dass die Autorin ein Ziel vor Augen hatte und rückwärts auf dieses Ziel hingeschrieben hat, ließ sich leider nicht ganz abschütteln.
Was das Buch für mich dennoch interessant macht, ist das Thema selbst: weibliche Rache, die Frage nach Moral und Rechtfertigung, eine Protagonistin die sich in einer gesellschaftlichen Realität bewegt die Frauen systematisch verletzt. Diese Ansätze sind da, aber sie werden nicht ganz zu Ende gedacht. Natalie bleibt als Figur ein Stück weit blass, und das nimmt der Geschichte die psychologische Tiefe die sie brauchen würde, um wirklich unter die Haut zu gehen.
Meine Empfehlung: Wer Thriller liebt, die vor allem in der zweiten Hälfte Tempo machen, und wer bereit ist, eine etwas holprige erste Hälfte in Kauf zu nehmen, kann hier durchaus gut unterhalten werden. Wer psychologische Komplexität sucht oder eine Protagonistin mit der man wirklich mitfiebert, könnte enttäuscht sein. 3 von 5 Sternen für ein Buch mit guter Idee und ungleichmäßiger Umsetzung.