Harter Bruch
"Ich will.
Ich will.
Ich will.
Und ich habe Angst, dass all das, was ich will, meine grenzenlose Bedürftigkeit, James in seine Umlaufbahn ziehen und im Ganzen verschlingen wird."
Ich kann von diesem Buch beinah zwei Reviews schreiben.
Für die ersten 50-60% wäre mein Fazit, das es sicherlich kein Thriller ist, wie es der Klappentext behauptet. Abgesehen davon handelt es sich zunächst um eine solide, ehr ruhige charaktergetriebene Geschichte. Ich empfand die Protagonistin als angenehm vielschichtig und besonders die Rückblicke in ihre Kindheit waren interessant. Eine größtenteils authentische und differenzierte Repräsentation von Therapie war ein zusätzliches Plus. Etwas problematisch war das pacing, da es nur langsam Entwicklung gab und es phasenweise schwer fiel interessiert am Buch dran zu bleiben.
Mit Beginn der zweiten Hälfte schlug das Buch in meinen Augen abrupt und spürbar eine andere Richtung ein. Die zuvor aufgebaute psychologische Glaubwürdigkeit weicht immer drastischeren Plottwists und Figuren reagieren unsinnig und konstruiert, aus reiner Plot-Notwendigkeit heraus motiviert.
Bedauerlicherweise habe ich das Buch am Ende vor allem mit Erleichterung beendet. Nicht, weil es mich emotional mitgenommen hätte, sondern weil der Bruch zwischen ehr ruhigem Charakterdrama zu überdrehtem Plottwist-Thriller anstrengend zu lesen war.
Insgesamt ist 'The Exes' leider kein in sich geschlossenes, überzeugendes Buch. Es ist deutlich zu lang und scheitert letztendlich daran, die selbst gesetzten Erwartungen zu erfüllen.
Leser:innen, die sonst eher schnelle, eskalierende Thriller a la Colleen Hoover’s 'Verity' oder den Romanen von Freida McFadden mögen sollten wissen, dass das Buch seine Zeit braucht, aber könnten in 'The Exes' ansonsten genau da ihren Reiz finden.
Ich will.
Ich will.
Und ich habe Angst, dass all das, was ich will, meine grenzenlose Bedürftigkeit, James in seine Umlaufbahn ziehen und im Ganzen verschlingen wird."
Ich kann von diesem Buch beinah zwei Reviews schreiben.
Für die ersten 50-60% wäre mein Fazit, das es sicherlich kein Thriller ist, wie es der Klappentext behauptet. Abgesehen davon handelt es sich zunächst um eine solide, ehr ruhige charaktergetriebene Geschichte. Ich empfand die Protagonistin als angenehm vielschichtig und besonders die Rückblicke in ihre Kindheit waren interessant. Eine größtenteils authentische und differenzierte Repräsentation von Therapie war ein zusätzliches Plus. Etwas problematisch war das pacing, da es nur langsam Entwicklung gab und es phasenweise schwer fiel interessiert am Buch dran zu bleiben.
Mit Beginn der zweiten Hälfte schlug das Buch in meinen Augen abrupt und spürbar eine andere Richtung ein. Die zuvor aufgebaute psychologische Glaubwürdigkeit weicht immer drastischeren Plottwists und Figuren reagieren unsinnig und konstruiert, aus reiner Plot-Notwendigkeit heraus motiviert.
Bedauerlicherweise habe ich das Buch am Ende vor allem mit Erleichterung beendet. Nicht, weil es mich emotional mitgenommen hätte, sondern weil der Bruch zwischen ehr ruhigem Charakterdrama zu überdrehtem Plottwist-Thriller anstrengend zu lesen war.
Insgesamt ist 'The Exes' leider kein in sich geschlossenes, überzeugendes Buch. Es ist deutlich zu lang und scheitert letztendlich daran, die selbst gesetzten Erwartungen zu erfüllen.
Leser:innen, die sonst eher schnelle, eskalierende Thriller a la Colleen Hoover’s 'Verity' oder den Romanen von Freida McFadden mögen sollten wissen, dass das Buch seine Zeit braucht, aber könnten in 'The Exes' ansonsten genau da ihren Reiz finden.