INteressante erste Hä#lfte, in der zweiten dann viele Plottwists
Im Mittelpunkt des Romans steht Natalie – sie sucht verzweifelt nach der Geborgenheit einer eigenen Familie, die ihr in ihrer schwierigen Kindheit fehlte. Mit James scheint dieser Wunsch endlich Realität zu werden. Doch in ihrer Vergangenheit hatte sie eher Pech: Ihre drei früheren Freunde sind tot, und sie hat daran zumindest eine Mitschuld. Bisher haben James und sie nicht nach der Vergangenheit des anderen gefragt, jetzt aber ist etwas passiert und ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
Was für ein Buch! Die erste Hälfte hat mich förmlich in die Geschichte hineingezogen; diese stille, unterschwellige Spannung rund um Natalies Erlebnisse hat einen faszinierenden Sog entwickelt. Der zweite Teil hat mich leider nicht in gleicher Weise überzeugen können. Die zahlreichen Wendungen und Plottwists waren zwar überraschend, für mein Empfinden jedoch zunehmend konstruiert und nicht mehr vollends glaubhaft.
Natalie ist eine interessante Persönlichkeit – die Rückblicke in ihre Kindheit, ihre ersten Beziehungen und ihre oft impulsive Art haben mich mitfühlen lassen, denn ihre Familienkonstellation ist komplex und ihre Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit verständlich. Sie sucht sich Hilfe bei einer Psychotherapeutin, und die Darstellung der Therapiestunden ist wirklich sehr authentisch und differenziert.
In der zweiten Hälfte ändert sich dann aber die Art des Erzählens. Die psychologische Tiefe geht verloren, dafür gibt es viele drastische Plottwists. Ich fand es schade, dass die Figuren plötzlich unlogisch und rein zweckgebunden agierten; die ganzen Wendungen kamen zwar überraschend, ich habe sie aber als unlogisch und konstruiert empfunden.
Der Schreibstil ist angenehm leicht, und die Kombination aus Dialogen und tiefen Einblicken in Natalies Gedankenwelt ist gut austariert. Dank der klaren Kennzeichnung der Zeitebenen mit „Damals“ und „Jetzt“ kann man der Handlung stets problemlos folgen. Haupterzählerin ist Natalie, in der zweiten Hälfte kommen dann noch weitere Erzählperspektiven dazu, was einen gewissen Rundumblick ermöglicht, insbesondere da doch irgendwann klar ist, dass Natalie eine sehr unzuverlässige Erzählerin ist. Die erste Hälfte hat mir wirklich sehr gut gefallen, in der zweiten war es mir ein wenig zu viel der Plottwists, die dann leider auch zunehmend unglaubwürdiger wurden.
Was für ein Buch! Die erste Hälfte hat mich förmlich in die Geschichte hineingezogen; diese stille, unterschwellige Spannung rund um Natalies Erlebnisse hat einen faszinierenden Sog entwickelt. Der zweite Teil hat mich leider nicht in gleicher Weise überzeugen können. Die zahlreichen Wendungen und Plottwists waren zwar überraschend, für mein Empfinden jedoch zunehmend konstruiert und nicht mehr vollends glaubhaft.
Natalie ist eine interessante Persönlichkeit – die Rückblicke in ihre Kindheit, ihre ersten Beziehungen und ihre oft impulsive Art haben mich mitfühlen lassen, denn ihre Familienkonstellation ist komplex und ihre Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit verständlich. Sie sucht sich Hilfe bei einer Psychotherapeutin, und die Darstellung der Therapiestunden ist wirklich sehr authentisch und differenziert.
In der zweiten Hälfte ändert sich dann aber die Art des Erzählens. Die psychologische Tiefe geht verloren, dafür gibt es viele drastische Plottwists. Ich fand es schade, dass die Figuren plötzlich unlogisch und rein zweckgebunden agierten; die ganzen Wendungen kamen zwar überraschend, ich habe sie aber als unlogisch und konstruiert empfunden.
Der Schreibstil ist angenehm leicht, und die Kombination aus Dialogen und tiefen Einblicken in Natalies Gedankenwelt ist gut austariert. Dank der klaren Kennzeichnung der Zeitebenen mit „Damals“ und „Jetzt“ kann man der Handlung stets problemlos folgen. Haupterzählerin ist Natalie, in der zweiten Hälfte kommen dann noch weitere Erzählperspektiven dazu, was einen gewissen Rundumblick ermöglicht, insbesondere da doch irgendwann klar ist, dass Natalie eine sehr unzuverlässige Erzählerin ist. Die erste Hälfte hat mir wirklich sehr gut gefallen, in der zweiten war es mir ein wenig zu viel der Plottwists, die dann leider auch zunehmend unglaubwürdiger wurden.