Nicht ganz so spannend wie vermutet

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Worum geht’s?
Als Natalie auf James trifft, glaub sie sich am Ziel ihrer Träume. Endlich hat sie einen Mann kennengelernt, mit dem sie sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen kann – wären da nicht ihre drei toten Ex-Freunde, bei deren Ableben Natalie dummerweise immer irgendwie in der Nähe war und die ihr jetzt zum Verhängnis werden könnten.


Meine Meinung:
Die Prämisse dieser Geschichte klang unglaublich spannend, weshalb ich mich wirklich sehr darüber gefreut habe, dass dieses Buch übersetzt wurde. Leider waren meine Erwartungen ein kleines bisschen zu hoch, denn ganz so gut gefallen, wie ich eigentlich vermutet hätte, hat mir die Geschichte dann leider doch nicht.

Der Einstieg war bereits etwas zu zäh für meinen Geschmack, auch wenn ich unbedingt mehr über Natalie und ihre Geschichte erfahren wollte. Der Aufbau ihres Charakters durch die Rückblenden in ihre Kindheit und ihre unterschiedlichen Beziehungen hat mir zwar wirklich gut gefallen, aber trotz der Wechsel auf der Erzählebene kam mir das Tempo des Handlungsbogens nicht besonders hoch vor.

Der Schluss wiederum war dann relativ actionreich, was definitiv für einige Überraschungsmomente bei mir gesorgt hat. Gut gefallen hat mir auch, dass ich nicht jeden Plotttwist habe kommen sehen, was angesichts der zuvor eher schleppenden Handlung auf jeden Fall ein großer Pluspunkt für mich war.

Wirklich rund hat das Buch auf mich insgesamt aber leider doch nicht gewirkt, was meiner Meinung nach vor allem daran lag, dass sich ein rasanter Spannungsbogen eher weniger mit Charakterstudien verträgt. Weibliche Rache und die Suche nach Liebe sind in meinen Augen daher durchaus spannende Themen, deren Kombination hier auch wirklich lesenswert war, die sich aber schlussendlich leider doch ein kleines bisschen zu sehr im Weg standen, um mich vollends vom Hocker zu reißen.


Fazit:
Auch wenn mich insbesondere der Beginn des Buches deutlich weniger mitgerissen hat, als ich eigentlich erwartet hätte, konnte mich die Geschichte insgesamt immer wieder gut unterhalten. Die Gesamtumsetzung war meiner Meinung nach also definitiv gelungen, auch wenn definitiv noch unausgeschöpftes Potenzial da war, um einen wirklich spannenden Thriller zu schreiben.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.