Schicht für Schicht ins Dunkel: Meine Leseerfahrung mit The Exes
Leodora Darlingtons Debütroman The Exes war für mich eine echte Bereicherung in meiner Thriller-Ecke des Bücherregals. Die Autorin gelingt es, ihre Protagonistin nicht nur durch eine vielschichtige Hintergrundgeschichte, sondern auch durch einen authentischen Ich-Erzählstil lebendig werden zu lassen. Ich habe mit „Nat“ mitgefiebert, mich von falschen Fährten in die Irre führen lassen und war mit ihr wütend, frustriert oder verzweifelt.
Darlington schreibt, als wäre sie selbst Natalie und würde minutiös festhalten, was der Figur in der Gegenwart widerfährt und welche Schatten die Vergangenheit wirft. Schicht für Schicht — wie bei einer Zwiebel — legt sie das Gesamtbild frei und enthüllt es den Lesenden. Das macht die Geschichte fesselnd, verlangt aber auch eine gewisse Lese-Kontinuität. Ich würde empfehlen, das Buch möglichst ohne lange Pausen zu lesen, da der Zwiebel-Aufbau sonst leicht aus dem Takt bringen kann und man Gefahr läuft, den Fäden nicht mehr so gut folgen zu können.
Auch das Überraschungsmoment hat mich vollkommen überzeugt. Wenn ich Krimis oder Thriller lese, führe ich gedanklich eine kleine Strichliste: Wie oft liege ich mit meinen Vermutungen richtig, und wie oft überrascht mich die Geschichte? Für mich ist das eine Win-win-Situation - solange ein Buch nicht zu vorhersehbar wird. Und in diesem Roman, muss ich gestehen, konnte ich nur wenige Punkte für mich verbuchen.
Was mir zu Beginn etwas Mühe bereitet hat, war die für meinen Geschmack stellenweise zu häufig eingesetzte bildhafte Sprache sowie einzelne Ausdrücke aus dem Jugendslang. Beides hat mich anfangs etwas aus dem Lesefluss gebracht. Gleichzeitig tragen diese Elemente aber spürbar zum Charakter der Protagonistin bei, sodass ich mich nach einigen Kapiteln deutlich besser darauf einlassen konnte.
Auch der Aufbau mit seinen Zeitsprüngen war zunächst eine Herausforderung - vor allem, weil ich zu Beginn nur sehr sporadisch zum Lesen kam. Wie bereits erwähnt, entfaltet der Roman seine volle Wirkung, wenn man ihn möglichst ohne längere Pausen liest. Der vielschichtige Aufbau belohnt Aufmerksamkeit, kann aber bei größeren Abständen zwischen den Lesesessions schnell an Klarheit verlieren.
Alles in allem empfehle ich The Exes dennoch sehr gerne weiter. Tatsächlich hat mich das Buch so beschäftigt, dass ich mir gewünscht hätte, einem Buchclub beizutreten, um gemeinsam über die vielen Eindrücke und Wendungen fachsimpeln zu können.
Darlington schreibt, als wäre sie selbst Natalie und würde minutiös festhalten, was der Figur in der Gegenwart widerfährt und welche Schatten die Vergangenheit wirft. Schicht für Schicht — wie bei einer Zwiebel — legt sie das Gesamtbild frei und enthüllt es den Lesenden. Das macht die Geschichte fesselnd, verlangt aber auch eine gewisse Lese-Kontinuität. Ich würde empfehlen, das Buch möglichst ohne lange Pausen zu lesen, da der Zwiebel-Aufbau sonst leicht aus dem Takt bringen kann und man Gefahr läuft, den Fäden nicht mehr so gut folgen zu können.
Auch das Überraschungsmoment hat mich vollkommen überzeugt. Wenn ich Krimis oder Thriller lese, führe ich gedanklich eine kleine Strichliste: Wie oft liege ich mit meinen Vermutungen richtig, und wie oft überrascht mich die Geschichte? Für mich ist das eine Win-win-Situation - solange ein Buch nicht zu vorhersehbar wird. Und in diesem Roman, muss ich gestehen, konnte ich nur wenige Punkte für mich verbuchen.
Was mir zu Beginn etwas Mühe bereitet hat, war die für meinen Geschmack stellenweise zu häufig eingesetzte bildhafte Sprache sowie einzelne Ausdrücke aus dem Jugendslang. Beides hat mich anfangs etwas aus dem Lesefluss gebracht. Gleichzeitig tragen diese Elemente aber spürbar zum Charakter der Protagonistin bei, sodass ich mich nach einigen Kapiteln deutlich besser darauf einlassen konnte.
Auch der Aufbau mit seinen Zeitsprüngen war zunächst eine Herausforderung - vor allem, weil ich zu Beginn nur sehr sporadisch zum Lesen kam. Wie bereits erwähnt, entfaltet der Roman seine volle Wirkung, wenn man ihn möglichst ohne längere Pausen liest. Der vielschichtige Aufbau belohnt Aufmerksamkeit, kann aber bei größeren Abständen zwischen den Lesesessions schnell an Klarheit verlieren.
Alles in allem empfehle ich The Exes dennoch sehr gerne weiter. Tatsächlich hat mich das Buch so beschäftigt, dass ich mir gewünscht hätte, einem Buchclub beizutreten, um gemeinsam über die vielen Eindrücke und Wendungen fachsimpeln zu können.