Schreckliche Bilanz

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svettusch Avatar

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"The Exes" fand ich vor allem aufgrund der Idee super interessant. Hier ist also eine junge Frau - Natalie - die eine mehr als blutige Spur aus Exfreunden hinter sich herzieht und sich dabei selbst nicht so ganz erklären kann, was es damit auf sich hat. Sie weiß nur, dass ihre letzte Exfreunde alle verstorben sind und sie sich an die Umstände nicht mehr so wirklich erinnern kann. Sie selbst glaubt daraufhin, ein Monster würde ihr innewohnen und begibt sich eher widerwillig in eine neue Beziehung - aus Angst, auch ihrem neuen Freund etwas anzutun.

Nach und nach offenbart die Geschichte die Vergangenheit, aber auch Nats Gegenwart. Und nicht nur ihre, sondern auch die ihrer Familie und der einzelnen Partner. So ergibt der Flickenteppisch mit der Zeit ein immer dichteres Bild.

Der Schreibstil selbst war meist recht nüchtern. Es lies sich gut lesen, doch ich brauchte eine ganze Weile, um in die Geschichte reinzufinden. Insbesondere im mittleren Teil, als es zu einer Wendung kam, die ich so nicht erwartet hatte und von der ich mir viel erhofft hatte, bekam das Buch für mich eine Sogwirkung. Andere Twists wiederum fand ich nicht sonderlich überraschend.

Aber diesem Moment empfand ich vieles jedoch als unglaubwürdig. Wendungen wurden nicht wirklich auserzählt und vieles fühlte sich überhastet an - als wäre Potenzial auf der Strecke geblieben. Bis zum Schluss habe ich eigentlich auf noch eine weitere Wendung gewartet, die dem Buch auch mehr Realität gegeben hätte, aber diese kam nicht. Daher bleibe ich eher verwirrt zurück, denn so wirkte es auf mich doch wie eine recht stark isnzenierte Geschichte.