Highlight :)
The French Escape hat mich beim Lesen ganz unerwartet berührt, weil es sich anfühlt wie ein Moment der Ruhe inmitten eines hektischen Alltags. Der Roman hält keinen lauten Spannungsbogen, sondern schafft es durch Atmosphäre, kleine Stimmungen und leise Empfindungen, mich immer wieder bewusst lesen zu lassen, nicht nur schnell, sondern wirklich mitzufühlen. Dabei hat mich überrascht, wie sehr die Geschichte bei mir als Leserin ein Wohlgefühl, aber auch ein Nachdenken über Nähe und Leben ausgelöst hat. Die Figuren wirken auf mich nicht distanziert oder oberflächlich, sondern wie Menschen, denen ich gern eine Weile gefolgt bin, weil ich ihre Unsicherheiten und Hoffnungen nachvollziehen konnte. Beim Lesen hatte ich oft dieses Gefühl, dass man mehr spürt als nur Handlung: Es ist dieses sanfte, warme Gefühl, wenn man in gute Gesellschaft kommt, ohne großen Lärm, aber mit viel Gefühl. Genau das macht für mich den Reiz dieses Buches aus, nicht der große Knall, sondern die tiefe, einladende Ruhe, die beim Weiterlesen bleibt und noch nachklingt.