Parfüm mehr als nur ein Duft

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lunasriddle Avatar

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„The French Escape“ ist mit seinen über 500 Seiten nur so an mir vorbeigeflogen. Dank dem angenehmen Schreibstil konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und war schnell durch.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven der beiden Hauptprotagonisten erzählt. Beide Sichtweisen haben mir gefallen, waren sympathisch und man konnte sich gut mit ihnen identifizieren. Was das Buch besonders macht, ist die wundervolle Beschreibung von der Umgebung und vor allem der verschieden Düfte. Beim Lesen wird man direkt an die Côte d’Azur mitgenommen, springt mit Amber ins eiskalte Wasser und viele weitere Momente bei denen man sich fühlt wie als wäre man selbst dabei. Düfte nehmen im Buch einen großen Stellenwert ein und ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Sei es durch Einblicke in die Parfümherstellung oder das immer wieder der spezielle Duft eines Menschen oder die Düfte der Natur, wie ein Lavendelfeld, beschrieben werden.

Amber und Timo unterstützen sich gegenseitig, indem sie über ihre Ängste und Sorgen reden. Die Spannung kommt trotzdem nicht zu kurz, da beide Probleme aus ihrer Vergangenheit bewältigen müssen. Wir erfahren durch kurze Rückblicke um was es sich dabei handelt. Sie müssen lernen, für sich selbst einzustehen, und entwickeln sich im Laufe der Geschichte deutlich weiter.

Einige Reaktionen der Nebencharaktere erschienen mir jedoch etwas überzogen. Timos Bruder Gabriel, aber vor allem sein Vater, reagieren oft unfair. Woher die starke Verachtung seitens des Vaters kommt, erschließt sich mir nicht ganz. Zwar erfahren wir teilweise was in der Vergangenheit vorgefallen ist, doch Timo trägt daran keine Schuld. Möglicherweise fehlt hier noch entscheidende Hintergrund Infos, um diese Reaktionen richtig nachvollziehen zu können.

Umso mehr freue ich mich darauf, gemeinsam mit Gabriel an die Côte d’Azur zurückzukehren und seine Sichtweise kennenzulernen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für den ersten Teil.