Charmante Geisterjagd mit Luft nach oben

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pandas_bücherblog Avatar

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Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich unschlüssig, da der Stil nicht meinem typischen Beuteschema entspricht.
Der Schreibstil hingegen ist angenehm flüssig und sehr locker. Man kommt schnell durch die Seiten, was sehr angenehm war.

Im Mittelpunkt steht Melody, die Geister sehen kann und sich von ihrer Familie loslösen will, indem sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marina eine eigene Agentur gründet: The Girls Ghostbusting Agency.
Die Grundidee mochte ich wirklich sehr. Ungeklärte Geheimnisse, Mystery und dazu ein bisschen Liebeschaos. Das klang nach einer unterhaltsamen Mischung.
Am stärksten fand ich tatsächlich den Fall rund um die drei Brüder. Diese Passagen hatten für mich am meisten Atmosphäre. Auch wenn alles eher cozy als gruselig bleibt, war das der Teil, der mich bei der Stange gehalten hat. Viel Spannung oder echte Gänsehautmomente sollte man allerdings nicht erwarten.
Mit Melody selbst musste ich erst warm werden. Ich konnte nicht jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen, und manchmal wirkte sie auf mich etwas zu sprunghaft. Deutlich sympathischer waren mir da Marina und vor allem Artie.
Weniger überzeugt haben mich allerdings die romantischen Szenen. Sowohl Leo als auch Fletcher blieben für mein Empfinden recht blass. Es wird zwar von Anziehung gesprochen, aber wirklich gefühlt habe ich sie nicht.
Was mich außerdem etwas gestört hat, war der Logikaspekt. Manche Regeln wirken nicht ganz klar definiert oder werden einfach flexibel ausgelegt. Ich hätte mir hier mehr Ausarbeitung gewünscht, damit sich die Welt greifbarer anfühlt.

Fazit:
Insgesamt ist "The Girls Ghostbusting Agency" eine nette, leichte Lektüre für zwischendurch. Ich habe das Buch gern gelesen, aber umgehauen hat mich die Umsetzung nicht.
3/5 Sterne