Herrlich amüsant

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buchstabengeflüster Avatar

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Alle Frauen in Melodys Familie können Geister sehen. Doch sie will nicht ins familieneigene Geschäft einsteigen, weshalb sie mit ihrer besten Freundin Marina eine Ghostbusting Agency gründet. Neben der lebhaften Italienerin Marina, die Melody stets mit gebackenen Köstlichkeiten ihrer Oma versorgt, vervollständigt das Team der von einem Geist empfohlene Azubi Art (der eben KEINE Angst vor Geistern hat, wie es im Online-Klappentext und der vorderen Innenseite des Prints steht). Ihr erster Auftrag führt sie zu einem Herrenhaus mit drei Geister-Brüdern. Doch den Fall bearbeitet auch Leo Dark, der Melody vor einiger Zeit für seine Karriere im Fernsehen verlassen hat, und der unverschämte Reporter Fletcher.

Die Geschichte ist wirklich unterhaltsam. Es gibt durch Melodys Familie, ihrer aufbrausenden Freundin, den spukenden Geistern und dem Azubi Art einige lustige Momente. Durch Melodys Mutter und Großmutter gibt es ein paar seltsame Situationen, wo ich schmunzeln musste. Art hat, entgegen der Behauptung vom Marketing, keine Angst vor Geistern, er muss sich nur erst daran gewöhnen, dass Melody quasi mit Luft redet. Es ist lustig, wie Marina und Art mit den Geistern reden bzw. eigentlich nicht kommunizieren können. Die beiden haben beispielsweise eine Sportübertragung mit dem jüngsten Geister-Bruder geschaut, was echt amüsant ist. Der Aspekt der Agentur und die verschiedenen Charaktere hat die Autorin wirklich sehr gut entwickelt.

Die Geschichte der drei Brüder, die als Geister an ihr Elternhaus gebunden sind, ist wirklich tragisch. Ich hab mich immer sehr gefreut, wenn Melody mit ihrem Team zurück ins Herrenhaus ging. Die drei Brüder haben so unterschiedliche Charaktere, was den Spuk aufgepeppt hat. Die Recherchen über die Familie sind äußerst spannend und die Auflösung herzzerreißend.

So sehr mich das Geheimnis der drei Brüder und der Moment der Enthüllung berührt haben, so wenig gefühlvoll empfand ich die Liebesgeschichte. Leo ist ein harter Konkurrent, der Melody übertrumpfen will, und Fletcher glaubt nicht an Geister, weshalb er Melodys Familie immer wieder aufs Korn nimmt. Manchmal hat es mich schon genervt, wenn Melody schmachtend dastand, weil ihr Gegenüber ja so heiß aussieht aber gerade total frech zu ihr ist. Aber insgesamt bin ich doch recht zufrieden mit ihrer Beziehung, weil die beiden nicht zu viele Gefühle in die Sache interpretieren.


Fazit:
„The Girls Ghostbusting Agency“ ist eine total lustige, spannende und gefühlvolle Geschichte, die mir hauptsächlich wegen dem besonderen Team und den Geistern gefallen hat. Seit der Serie „Ghost Whisperer“ liebe ich solche Geisterscheinungen und habe die Lektüre total genossen. Die Liebesgeschichte hat mich nicht berührt, ist aber recht gut aufgebaut. Ich freu mich schon sehr auf den nächsten Band!