Etwas zu lang

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Ein anderes Buch der Autorin (Courting – be mine through all time) hatte mir schon ganz gut gefallen, also dachte ich mir, dass ich auch dieses mögen würde. Leider kommt es nicht an das andere ran. Der Schreibstil war wie gewohnt super, humorvoll und leicht zu lesen.

Julia fand ich die meiste Zeit leider eher nervig, ihr Verhalten war oft trotzig, schnippisch und besserwisserisch. Sie hat nach außen immer feministisch und als starke, unabhängige Frau gesprochen, hat sich aber sehr von ihrer Familie bevormunden und einschränken lassen. Zum Glück gab es da aber etwas Charakterentwicklung.

Dwight hingegen war in allem, was er anfasste, perfekt. Wenn er ausnahmsweise doch mal was nicht konnte, kannte er natürlich jemandem beim FBI, der ihm helfen konnte. Die ganze Undercover-Agenten-Sache war sehr unrealistisch dargestellt. Dwights ganzes privates Umfeld wusste darüber Bescheid und musste dann selbst mitspielen.

Eine Krankheit spielt auch eine sehr große und immer wiederkehrende Rolle, sodass das Buch nichts für Leute ist, die von ernsteren Themen mal abschalten wollen. Ansonsten hat die Autorin es aber sehr sensibel und aufklärend eingebaut.

Insgesamt hätten dem Buch 100-150 Seiten weniger gut getan, dann wäre nicht so viel Leerlauf zwischendrin gewesen.