Romeo und Julia - bekommen sie diesmal ein Happy End?

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saskia1312 Avatar

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"The Heat is on - Something is cooking between us" ist ein schöner Liebesroman für zwischendurch der sich flüssig runterlesen lässt und bei dem man für einige Stunden abschalten kann.

Felicia Kingsley hat zwei Protagonisten erschaffen, die nahbar wirken und in deren Gefühlswelt man beim Lesen voll eintauchen kann. Dabei hat mir auch sehr gut gefallen, dass einige Szenen aus beiden Perspektiven beschrieben werden. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Romeo und Julia erzählt und einige Kapitel enden mit einer Szene, die direkt im nächsten Kapitel wieder aufgenommen und aus der Sicht des anderen nochmals erzählt wird. So hat man das Gefühl, wirklich keine Gefühlsregung und kein Detail zu verpassen.

Julia Villa wirkt zu Beginn des Buches auf mich sehr kratzbürstig und ich wusste nicht so recht was ich von ihrem sturen Kopf halten sollte. Im Laufe der Geschichte erfahren wir aber mehr über sie und einige Schicksalsschläge, die sie und ihre Familie erleiden mussten. Es wird thematisiert, dass Julia eine chronische Erkrankung hat und deswegen unter Selbstzweifeln leidet und sich mit ihrem Körper nicht wohl fühlt und auch, dass ihr Vater sie immer wieder bevormundet und sie deshalb rebelliert. Ich finde das mit diesem Thema seitens der Autorin sehr feinfühlig und achtsam umgegangen wird und dass deshalb auch Julias Chatakter eine tiefe bekommt, die ich am Anfang nicht erwartet hätte.

Dwight Faraday - alias Romeo Corelli - ist Special Agent beim FBI und wird undercover in das Familienrestaurant der Villas geschickt.
Romeo ist ein Charmebolzen durch und durch und wickelt mit seinem guten Aussehen und frechen Sprüchen alle um die Finger, inklusive mich als Leserin. Alle außer Julia, mit der läuft es am Anfang nach einem Zwischenfall eher spärlich...

Die Spannung zwischen den Beiden ist wirklich spürbar und die Entwicklung ihrer Beziehung zueinander über die Geschichte gut nachvollziehbar.

Mir gefällt auch dass die ganze Küchencrew, die eigentlich eher Nebencharaktere sind alle eine gewisse Aufmerksamkeit erfahren und auch bei ihnen eine Entwicklung zu erkennen ist.

Das Setting, welches zu einem großen Teil in einer Restaurantküche angesiedelt ist, wirkt passend und ich konnte es mir sehr gut bildlich vorstellen. Auch das Thema rund ums Kochen hat mir sehr gut gefallen.

Meiner Meinung nach ist "The Heat is on" ein gelungener Liebesroman der aber auch allen Klischees seines Genres entspricht. Aber das darf er ja auch und das ist letztendlich auch das, auf was man sich als Leser freut.
Ich kann ihn uneingeschränkt an alle Liebhaber des Genres weiterempfehlen!