cozy aber langatmig

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brombeere Avatar

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Worum geht es?
Ein wird Koch am Hofe des Königs. Von seinen Fähigkeiten als Haushexe ahnt niemand etwas, genau so wie von seiner Vergangenheit. In der Küche offenbaren sich immer mehr Geheimnisse und Verlockungen.

Worum geht es wirklich?
Sicherheit, Träume und Miteinander.

Lesenswert?
Ja, irgendwie schon. Auch wenn es mich nicht umfänglich überzeugen konnte.
Die CHARAKTERE in dieser Geschichte sind größtenteils angenehm, kennen sich selbst gut und gehen wohlwollend und beschützend miteinander um. Hierbei wird bewusst mit umgekehrten Klischees gespielt, sodass Fin als Mann eine Haushexe ist, deren Eigenschaft Schutz und Häuslichkeit beinhaltet. Finde ich sehr gelungen und hat mir gefallen.
Auch die ATMOSPHÄRE ist angenehm, die Zeit in der Küche oder im Garten immer sehr wohltuend und heimelig schön. Kochen und Genuss spielen immer wieder eine Rolle und fügen sich stimmig in das Konzept.
Der SCHREIBSTIL (Übersetzung V. Topalova und S. Reinhardus) gut lesbar. Verwundert hat mich hier die immer wieder auftretende Betonung von Titel (?) und Name. Also das Fin immer wieder mit ganzem Namen oder als „Koch Fin“ bezeichnet wird, so wie auch „Magier Lee“ fast immer in dieser Namenskombination erwähnt wird. Auf Dauer ist das ein wenig zu viel und unnötig.
Die eigentliche HANDLUNG könnte ich nicht klar benennen, da sie einerseits cozy und mehr beschreibend sein möchte, andererseits aber High Fantasy mit Kämpfen um das Reich. Das driftete für meinen Geschmack zu weit auseinander und hatte zu wenig Fokus auf dem, was die Autorin fokussieren möchte.
Sonderlich Fehler in der LOGIK wären mir nicht aufgefallen. Die Figuren handeln hinsichtlich ihrer Vergangenheit und Erfahrung größtenteils verständlich und die erzählten Stränge wirken zueinander passend.
Den SPASS beim Lesen zu bewerten fällt mir nicht so leicht. Es gab mehrere Aspekte, die mir wirklich gut gefallen haben. Dazu gehört die Behaglichkeit und auch die progressiven Ansätze, die das Buch durch seine Figuren verfolgt. Trotzdem war es mir stellenweise einfach zu langatmig und der rote Faden ging verloren. Kritisch sehe ich die Kombination aus teilweise eher jugendlichen Handlungen und Verhaltensweisen bei den Figuren (Wie sehr kann man sich über die Namen einzelner lustig machen? Das wirkte so kindisch!) im Gegensatz zu dem extremen und immer wieder erwähnten Alkoholkonsum und Trinkgelagern. Nun erwarte ich gar nicht, dass keinerlei Alkohol auftaucht. Aber es war schon wirklich sehr sehr viel und dies passte nicht zu den sonstigen Ansätzen, die die Autorin meiner Meinung nach ganz gut umgesetzt hat.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 5,43 Bewertungspunkten dann 3 Sterne für dieses Buch.
Ich könnte mir vorstellen, auch die weiteren Bücher der Reihe zum Beispiel als Hörbuch zu konsumieren, brauche es jedoch nicht zwingend auch wenn das Ende eher offen war.