Cozy Geschichte mit leichten Schwächen

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marryt29 Avatar

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Irgendwie war dieses Buch unglaublich entschleunigend.
Die Geschichte ist wirklich cozy und leicht. Der Schreibstil ist vielleicht etwas eigen, aber eigentlich habe ich genau das an diesem Buch geliebt.

Es wird in der Er/Sie-Perspektive erzählt und wir verfolgen mehrere Handlungsstränge parallel.
Ich muss aber auch gestehen, dass viele davon tatsächlich noch offen bleiben und wahrscheinlich/hoffentlich in der Fortsetzung geklärt werden.

Ja, auf diesen guten 600 Seiten passiert vielleicht nicht allzu viel und man hätte das Buch auch kürzen können, aber trotzdem passiert genug, um unterhalten zu sein.
Gerade die Thematik mit dem Kochen und Fin als Hexe, haben wir außerordentlich gut gefallen.
Er mag etwas eigensinnig sein und am Anfang war er auch nicht sonderlich sympathisch, aber irgendwie schließt man ihn doch ins Herz (jetzt weiß ich auch, wie es den anderen Schlossbewohnern ging🤭).
Ich bin unglaublich gespannt darauf zu erfahren, was noch alles in ihm steckt und wie sich die Geschichte weiter entwickelt.

Was mich jedoch wirklich etwas gestört hat, ist die Verharmlosung des Alkoholkonsums. Also klar mir ist bewusst, dass es in dieser Zeit noch normal war ständig Bier oder Wein zu trinken, aber es gibt ein paar Dinge, die einfach nicht unkommentiert gelassen werden sollten (Spoiler dazu am Ende der Rezension). Vor allem dann, wenn so viel Wert auf respektvolles Miteinander gelegt wird.



Wenn ihr auf der Suche nach einem Cozy Buch seid, könnte euch "The House Witch" gefallen.

3,5/5 ⭐



PS: Ich hatte mehr als einmal Hunger beim lesen, als diese Gerichte beschrieben wurden und hätte mir in diesen Momenten auch eine Haushexe gewünscht.


❗SPOILER❗
Das Annika oft Schnaps trinkt und das auch oft verheimlicht bzw als selbstverständlich sieht um mit dem Verlust ihres Mannes klarzukommen.