Leider mit Schwächen, aber dennoch mit schönen Momenten
Zuallererst möchte ich an dieser Stelle das wirklich schöne Buchcover erwähnen, das mir zusammen mit dem passenden Titel sofort ins Auge gefallen ist. Der Klappentext hatte mich ebenfalls auf Anhieb neugierig gemacht.
Voller Begeisterung habe ich mit dem Lesen angefangen, weil ich von der Grundidee und dem Setting wirklich begeistert war. Auch die ruhige und angenehme Atmosphäre fand ich sehr schön.
Mit Fin kam dann auch gleich frischer Wind in das Königshaus und ich muss sagen, dass er mir auf Anhieb sympathisch war. Ich mochte seine ruhige Art und dass er sich nicht einschüchtern ließ. Er wusste sich zu wehren, aber auch an Hilfsbereitschaft mangelte es ihm nicht.
Es gab ebenfalls andere Charaktere, die mir sehr gut gefallen haben. Allerdings muss ich sagen, dass hier so viele verschiedene Figuren in die Geschichte geworfen wurden, dass ich manchmal den Überblick verlor.
Die Handlung an sich fand ich auch richtig gut und teilweise sogar lustig, jedoch wurden einige Szenen zu sehr in die Länge gezogen und störten den Lesefluss dann leider doch etwas. Auch wurden zu viele Ereignisse und Situationen in die Geschichte aufgenommen, wodurch es sich wie ein Tohuwabohu / Chaos angefühlt hatte und ich an manchen Stellen den Faden verlor.
Es gab vieles, was mir sehr gut gefallen hat: Zum Beispiel die Mischung aus Magie und Alltag bei Hofe, sowie die zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber auch einiges, was mich wiederum gestört hat: Zu viele Personen und Ereignisse, die den roten Faden vermissen ließen und die langatmigen Ausschweifungen, die meinen Lesefluss erschwerten.
Fazit: Eine wirklich großartige Grundidee mit einem tollen Setting, sympathischen Figuren und auch ein paar richtig schönen Szenen. Trotz der angenehmen Atmosphäre war es streckenweise zu langatmig und durch die vielen verschiedenen Ansätze zu verwirrend. Dennoch würde ich dem Buch 3,5 bis ganz ganz knappe 4 Sterne geben.