Coffee to go

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Bereits nach wenigen Seiten war ich vollkommen in der Geschichte angekommen. Die Protagonistin Eleanore überzeugt mit einem scharfsinnigen, selbstkritischen Blick auf sich selbst. Ihr Humor wirkt oft lakonisch, fast beiläufig – doch zwischen den Zeilen spürt man deutlich ihre Unsicherheiten und den inneren Druck, den sie sich macht. Genau diese Mischung aus Schlagfertigkeit und Verletzlichkeit verleiht ihr eine beeindruckende Authentizität.
Das Setting in Lower Whilby trägt viel zur besonderen Atmosphäre bei. Der Kleinstadtflair ist greifbar, mit all seinen Eigenheiten und vertrauten Strukturen, die zugleich Geborgenheit und Enge vermitteln. Man fühlt sich beim Lesen, als würde man durch die Straßen dieses Ortes schlendern und jedes Detail miterleben.

Dex bildet dazu einen spannenden Kontrast. Nach außen hin lässig und unbeschwert, zeigt sich schnell, dass auch er sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Hinter Wortwitz und lockerer Fassade verbirgt sich deutlich mehr Tiefe, als man zunächst vermuten würde. Gerade dieses Zusammenspiel zweier sehr unterschiedlicher Charaktere macht den Reiz der Geschichte aus.

Die Begegnungen zwischen Eleanore und Dex sind lebendig, manchmal amüsant, manchmal intensiv – aber stets mit einer spürbaren Spannung. Besonders neugierig macht die Entwicklung rund um ihr „Agreement“, das viel Potenzial für emotionale Verwicklungen verspricht.

Insgesamt überzeugt der Roman durch glaubwürdige Figuren, pointierte Dialoge und eine Atmosphäre, die lange nachhallt. Ich freue mich darauf zu erfahren, wie sich die Beziehung der beiden weiterentwickelt und welche Wendungen noch auf sie warten.

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