Erfrischend

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Die Geschichte nimmt sofort an Fahrt auf, ohne sich mit langen Vorreden aufzuhalten. Besonders die Dynamik, die sich bereits in diesen ersten Kapiteln zwischen Maja und ihrem männlichen Gegenpart abzeichnet, verspricht eine spannende Mischung aus Reibung und untergründigem Prickeln. Kyra Groh spielt hier gekonnt mit dem Kontrast zwischen Majas quirliger, wenn auch verunsicherter Art und der eher distanzierten, fast schon unterkühlten Ausstrahlung ihres Gegenübers. Das titelgebende „Agreement“ deutet sich bereits als rettender Strohhalm in Majas prekärer Situation an und legt den Grundstein für einen vielversprechenden Fake-Dating-Trope.
Was diesen Anfang so besonders macht, ist der Schreibstil. Er ist flüssig, voller popkultureller Referenzen und besitzt einen Humor, der nie aufgesetzt wirkt. Man spürt sofort das „New Adult“-Gefühl der neuen Generation: weg von überdramatisierten Problemen, hin zu echten Sorgen, beruflicher Unsicherheit und der Suche nach dem eigenen Platz in einer Welt, die oft zu hohe Ansprüche stellt. Nach diesen ersten 40 Seiten bleibt vor allem ein Gefühl zurück: die Neugier darauf, wie Maja sich aus ihrem Schlamassel herausmanövriert und ob der kühle Kaffee-Deal am Ende vielleicht doch das Herz erwärmen kann. Ein absolut gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht.