Ein liebenswerter Roman in einer entzückenden Kleinstadt, in dem es um Selbstakzeptanz und Heilung geht.

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Ich habe ja schon "The Pumpkin Spice Latte Disaster" gehört und mich sehr auf die Fortsetzung in Lower Whilby gefreut - und ich wurde in keinem Moment enttäuscht! Wie schon erwartet, sind im zweiten Band Eleanore und Dex im Fokus, aber wir treffen auch Jude, James und Olive wieder - ebenso wie die wunderbare Barbesitzerin und andere alte Bekannte! Aber auch Quereinsteiger haben an diesem Roman sicher ihre Freude.
Eleanore ist die brave Bäckerstochter, ungeküsst mit Mitte zwanzig. Sie hat Probleme mit der Rolle, die sie in ihrem eigenen Leben spielt. Früh hat sie ihre Mutter verloren, roch immer nach Bäckerei und sie mag ihren Körper nicht. Diese Teile waren fast schmerzhaft zu hören, denn die Menschen in ihrer Umgebung schätzen Nore und ihren hilfsbereiten, liebenswerten Charakter und keiner urteilt so streng über ihr Äußeres wie sie selbst.
Sie träumt nur von Dex, dem Gitarristen einer Band, den sie vor 8 Jahren beim Springtide Festival getroffen hat. Was sie nicht ahnt: Dex ist der Bruder von James, dem örtlichen Caféinhaber und Protagonist des ersten Bandes. Dex ist am Ende, seiner Kräfte, seiner Karriere, seinen Versuchen, es auch ohne seine berühmten Musiker-Eltern auf die großen Bühnen zu schaffen. Nachdem er von einem streng gehüteten Familiengeheimnis erfahren hat, hat er den Boden unter den Füssen verloren und verkriecht sich bei James. Dort trifft er auch Nore wieder - doch er kann sich nicht an die kurze Begegnung erinnern, die Nore so viel bedeutet.
Rasch entwickelt sich eine Art Freundschaft zwischen den beiden und Dex beschließt, Nore bei ihren ersten Erfahrungen zu helfen, sei es auf der Dating-App, die sie gerade erst installiert hat, oder dabei, das Leben zu genießen. Die Chemie zwischen den beiden stimmte von Anfang an und auch die wenigen spicy Szenen fügen sich perfekt in das Geschehen.
Auch der verbale Schlagabtausch, sei es zwischen Nore und Dex oder Nore, Olive und Jude, sorgt für heitere Momente und macht das Hören/Lesen zum Genuss!
Die Geschichte ist abwechselnd aus Nores und Dex´ Perspektive gesprochen, die Sprecher haben dabei ganze Arbeit geleistet und die unterschiedlichen Charaktere perfekt rübergebracht.
Was mir besonders gut gefällt: Dex akzeptiert Nore so wie sie ist und hilft ihr dabei, es selbst zu tun. Es geht nicht darum, eine Prinzessin aus der Streberin zu machen, sondern Nore dabei zu helfen zu erkennen, dass sie immer schon ihre eigene Art von Prinzessin war und ok ist, so wie sie ist!
Schon jetzt freue ich mich auf den dritten Band und musste schmunzeln als ich sah, dass es genau um die zwei Personen geht, mit denen ich schon gerechnet habe. Lower Whilby, ich komme sicher wieder!

Fazit:
Ein liebenswerter Roman in einer entzückenden Kleinstadt, in dem es um Selbstakzeptanz und Heilung geht.