Gegensätzliche Charaktere?

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yezz Avatar

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Kyra Groh schafft es immer wieder, schwierige Themen in eine tolle Geschichte mit wunderbaren Figuren zu verpacken. Auch hier bei eher "ausgelutschten" oder "schwierigen" Themen.

Eleanore, das unerfahrene Mauerblümchen voller Selbstzweifel, könnte in der Theorie ein sehr platter oder auch übertriebener Charakter sein. Doch die Balance gefällt mir wirklich gut, auch wenn ab und zu die Selbstzweifel etwas zu viel werden. Dennoch bleibt die Figur authentisch.

Dex gefiel mir richtig gut und auch seine Figur hat Tiefgang. Wobei ich mir vielleicht noch ein bisschen mehr gewünscht hätte. Dennoch hat er mir in seiner Rolle als Rockstar-Sohn, der nach seinem eigenen Weg sucht und dabei ins Straucheln gerät, sehr gut gefallen.

Die Dynamik der beiden war super. Sie haben sich gut ergänzt, ihre Dialoge waren witzig und lebendig und ihre Entwicklung absolut herzerwärmend und nachvollziehbar. Da hat wirklich alles gepasst.

Auch die Nebencharaktere mochte ich total gerne und es war schön, so viele Figuren wieder zu treffen. Ich mochte auch, dass das Spring Tide Festival hier eine Rolle eingenommen hat.

In dieser Geschichte überwiegen die vorhersehbaren Wendungen, auch wenn es hie und da auch Überraschungen gibt. Ich empfand dies aber überhaupt nicht schlimm, denn manchmal ist der Weg das Ziel. Und der Weg von Nore und Dex war wirklich toll, witzig und berührend.

Optisch gefällt mir das Buch wieder sehr gut, ich mag die Farben vom Cover und die Bilder darauf. Auch der Farbschnitt ist hübsch und passt gut dazu.

Ich freue mich schon sehr darauf, nach Lower Whilby zurückzukehren.