Kleinstadt-Liebesgeschichte

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Ich muss zugeben, dass ich mich bei „Iced Caramell Coffee Agreement“ absolut vom wunderschönen Cover und dem Titel verleiten lassen habe. Da ich mich vorab nicht spoilern lassen wollte, habe ich die vielen begeisterten Stimmen im Netz nur am Rande wahrgenommen und den Klappentext eher überflogen, da mich dieser eigentlich nicht besonders angesprochen hatte. Die Neugier war wegen des großen Hypes dennoch geweckt, und so habe ich mich letztendlich für das Hörbuch entschieden.
In der Geschichte geht es um eine junge Frau, die plötzlich ihrem Schwarm aus Teenagertagen wiederbegegnet, woraufhin sich eine ganz interessante Dynamik und Beziehung zwischen den beiden entwickelt. Ein großer Pluspunkt ist hier definitiv das tolle Kleinstadt-Flair, das beim Hören eine wohlige Atmosphäre verbreitet und mich ein bisschen an Gilmore Girls erinnert hat. Es gibt viele gemütliche, aber auch aufregende Szenen. Was den Spice-Faktor angeht, hält sich die Geschichte am Anfang sehr zurück, nimmt zum Ende hin aber noch einmal deutlich zu.
Obwohl das Buch an sich sicher eine tolle Geschichte bietet, hat es mich persönlich leider überhaupt nicht angesprochen. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich generell wenig Romance lese und Bücher mit Spice eigentlich gar nicht mag. Da der Einstieg so ruhig war, dachte ich anfangs noch, dass es etwas werden könnte, doch letztendlich fand ich es einfach unglaublich kitschig und an vielen Stellen „drüber“. Auch mit einigen der Protagonisten konnte ich mich nicht anfreunden, da sie mir schlicht unsympathisch waren.
Ich bin mir sehr sicher, dass es an dieser Stelle an mir und meinem persönlichen Geschmack liegt und nicht am Buch selbst, da Romance einfach nicht mein Genre ist. Fans des Genres werden hier bestimmt voll auf ihre Kosten kommen. Für mich war es leider nicht das Richtige – auch wenn ich mich im Nachhinein frage, ob ich die Geschichte als gedrucktes Buch vielleicht noch mal ganz anders wahrgenommen und bewertet hätte als in der Hörbuch-Variante.