Kleinstadt-Vibes mit viel Gefühl und tollen Hörbuch-Sprechern
Mit dem Hörbuch zu Kyra Grohs neuem Roman kehrt man in die atmosphärische Kulisse von Lower Whilby zurück. Ein großes Highlight dieser Produktion sind ohne Frage die Sprecher Sandra Voss und Jesse Grimm. Beide setzen das Buch professionell und stimmig um, wobei die angenehmen Stimmen hervorragend zu den Charakteren passen und das Hörerlebnis sehr kurzweilig gestalten. Wer eine Geschichte sucht, die sich gemütlich und heimelig anfühlt, wird hier zunächst fündig, denn die Dynamik zwischen den Protagonisten Eleanore und Dex ist grundsätzlich sehr herzerwärmend.
Trotz dieser positiven Aspekte war mein Gesamteindruck jedoch durchwachsen. Die tatsächliche Charakterentwicklung der Protagonisten erfolgt für mein Empfinden erst sehr spät und dann beinahe „von jetzt auf gleich“, was nach dem langen Vorlauf etwas sprunghaft und wenig organisch wirkte. Zudem nimmt das Thema Sex und die damit verbundenen gesellschaftlichen Erwartungen einen für mich fast zu präsenten Raum ein. Angesichts der Tatsache, dass die Charaktere Mitte zwanzig sind, wirkte Eleanore durch ihre extreme Naivität und sexuelle Ahnungslosigkeit oft eher wie achtzehn. Dass sie trotz ihres Interesses an Liebesromanen und dem Zugang zum Internet in Beziehungsfragen so vollkommen unerfahren agiert, fühlte sich für ihr Alter nicht immer authentisch an.
Zusammenfassend ist das Buch ein netter Schmöker für zwischendurch, der mit einer behaglichen Atmosphäre und tollen Sprechern punktet. Wer jedoch eine stringente Handlung und eine tiefgreifende, stetige Entwicklung der Charaktere erwartet, könnte enttäuscht werden. Für mich wird das Werk dem aktuellen großen Hype in meinen Augen nicht in jedem Punkt gerecht, bleibt aber eine solide Unterhaltung für alle, die ein ruhiges Erzähltempo mögen und kein Problem mit den expliziten Szenen haben. Aufgrund der Schwächen im Handlungsaufbau und der teilweise kindlich wirkenden Charakterzeichnung vergebe ich 3,5 Sterne.
Trotz dieser positiven Aspekte war mein Gesamteindruck jedoch durchwachsen. Die tatsächliche Charakterentwicklung der Protagonisten erfolgt für mein Empfinden erst sehr spät und dann beinahe „von jetzt auf gleich“, was nach dem langen Vorlauf etwas sprunghaft und wenig organisch wirkte. Zudem nimmt das Thema Sex und die damit verbundenen gesellschaftlichen Erwartungen einen für mich fast zu präsenten Raum ein. Angesichts der Tatsache, dass die Charaktere Mitte zwanzig sind, wirkte Eleanore durch ihre extreme Naivität und sexuelle Ahnungslosigkeit oft eher wie achtzehn. Dass sie trotz ihres Interesses an Liebesromanen und dem Zugang zum Internet in Beziehungsfragen so vollkommen unerfahren agiert, fühlte sich für ihr Alter nicht immer authentisch an.
Zusammenfassend ist das Buch ein netter Schmöker für zwischendurch, der mit einer behaglichen Atmosphäre und tollen Sprechern punktet. Wer jedoch eine stringente Handlung und eine tiefgreifende, stetige Entwicklung der Charaktere erwartet, könnte enttäuscht werden. Für mich wird das Werk dem aktuellen großen Hype in meinen Augen nicht in jedem Punkt gerecht, bleibt aber eine solide Unterhaltung für alle, die ein ruhiges Erzähltempo mögen und kein Problem mit den expliziten Szenen haben. Aufgrund der Schwächen im Handlungsaufbau und der teilweise kindlich wirkenden Charakterzeichnung vergebe ich 3,5 Sterne.