Schwieriges Buch
The Iced Caramel Coffee Agreement ist ein Buch, welches ich sehr problematisch finde. Alleine auf den ersten 50-60 Seiten habe ich mehrmals beim Lesen mit den Augen gerollt und mich über sowohl den Inhalt, als auch den Schreibstil geärgert.
Die Protagonistin ist dabei eine Frau Mitte zwanzig, die nie aus der Kleinstadt weggezogen ist, aus der sie kommt. Aber das ist nicht ihre einzige Unsicherheit! Sie bringt ein Potpourri an Unzulänglichkeiten mit und lässt die LeserInnen daran ausführlich teilhaben. Sie hat keinen normschlanken Körper und hatte noch nie eine Beziehung, geschweige denn Sex. Na, wenn das nicht mal danach schreit, als müsste einfach ein Mann kommen, um sie aus dieser wirklich schweren Lebenskrise zu holen. Denn das ist es, was das Buch vermittelt: Als Frau kannst du dich erst wohlfühlen, wenn du einen Mann an deiner Seite hast. Auf dem Weg dahin dürfen wir an sowohl ihrer, als auch an seiner wirklich flachen Gedankenwelt teilhaben. Während die Autorin die Protagonistin über ihre Unsicherheiten definiert (als Frau hat man schließlich auch keine anderen Persönlichkeitsmerkmale), ist der Protagonist ein anscheinend abgehalfteter Rockmusiker, der förmlich danach schreit, gerettet zu werden - von einer Frau.
Dieses Buch ist durchzogen von platten und unreflektiert Stereotypen. Während andere Bücher dieser Art es schaffen, sich bei der Nutzung solcher Stereotypen nicht allzu ernst zunehmen, schafft die Autorin dies hier nicht. Mit vierzehn hätte ich das Buch vielleicht toll gefunden - und hätte ganz viel Inspiration zu misogynen Verhaltensweisen bekommen, die man als Frau einfach aushalten muss. Mit Mitte zwanzig muss ich sagen, dass die ProtagonistInnen sich in keinem Fall altersgerecht verhalten. Der Protagonist wird als abhängig von Rauschmitteln dargestellt. Diese Darstellung ist wirklich so abartig schlecht und fehlerhaft. Was wird denn da den LeserInnen vermittelt? Der Schreibstil passt wirklich auch gut zu dem Anspruch von jungen Menschen - dieser ist oft nicht stringent und besteht aus einfachsten, kurzen Sätzen, welche auch aus der Feder einer Grundschülerin hätten stammen können.
Alles in allem finde ich, dass solche Bücher natürlich nicht dafür gedacht sind, komplex und tiefgründig Zu sein. Aber da es laut Klappentext der Autorin ein Anliegen ist, Geschichten mit Tiefgang und authentischen Figuren zu schreiben, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn sie dies auch wirklich machen würde!
Die Protagonistin ist dabei eine Frau Mitte zwanzig, die nie aus der Kleinstadt weggezogen ist, aus der sie kommt. Aber das ist nicht ihre einzige Unsicherheit! Sie bringt ein Potpourri an Unzulänglichkeiten mit und lässt die LeserInnen daran ausführlich teilhaben. Sie hat keinen normschlanken Körper und hatte noch nie eine Beziehung, geschweige denn Sex. Na, wenn das nicht mal danach schreit, als müsste einfach ein Mann kommen, um sie aus dieser wirklich schweren Lebenskrise zu holen. Denn das ist es, was das Buch vermittelt: Als Frau kannst du dich erst wohlfühlen, wenn du einen Mann an deiner Seite hast. Auf dem Weg dahin dürfen wir an sowohl ihrer, als auch an seiner wirklich flachen Gedankenwelt teilhaben. Während die Autorin die Protagonistin über ihre Unsicherheiten definiert (als Frau hat man schließlich auch keine anderen Persönlichkeitsmerkmale), ist der Protagonist ein anscheinend abgehalfteter Rockmusiker, der förmlich danach schreit, gerettet zu werden - von einer Frau.
Dieses Buch ist durchzogen von platten und unreflektiert Stereotypen. Während andere Bücher dieser Art es schaffen, sich bei der Nutzung solcher Stereotypen nicht allzu ernst zunehmen, schafft die Autorin dies hier nicht. Mit vierzehn hätte ich das Buch vielleicht toll gefunden - und hätte ganz viel Inspiration zu misogynen Verhaltensweisen bekommen, die man als Frau einfach aushalten muss. Mit Mitte zwanzig muss ich sagen, dass die ProtagonistInnen sich in keinem Fall altersgerecht verhalten. Der Protagonist wird als abhängig von Rauschmitteln dargestellt. Diese Darstellung ist wirklich so abartig schlecht und fehlerhaft. Was wird denn da den LeserInnen vermittelt? Der Schreibstil passt wirklich auch gut zu dem Anspruch von jungen Menschen - dieser ist oft nicht stringent und besteht aus einfachsten, kurzen Sätzen, welche auch aus der Feder einer Grundschülerin hätten stammen können.
Alles in allem finde ich, dass solche Bücher natürlich nicht dafür gedacht sind, komplex und tiefgründig Zu sein. Aber da es laut Klappentext der Autorin ein Anliegen ist, Geschichten mit Tiefgang und authentischen Figuren zu schreiben, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn sie dies auch wirklich machen würde!