Sich selbst annehmen

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sfritz Avatar

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Ein wunderschönes Buch, schon wenn man es in der Hand hält. Cover und Farbschnitt machen Lust darauf, es sich sofort mit der Lektüre gemütlich zu machen. Und man wird nicht enttäuscht. Dieser zweite Teil entführt uns wieder in das kleine Städtchen Lower Whilby. Wir treffen bekannte Figuren. Und diesmal dreht sich alles um Eleanore, eine junge Frau, die bekannt ist für ihre Güte und Hilfsbereitschaft. Jeder kennt sie. Jeder mag sie. Aber mehr auch nicht. Sie selbst fühlt sich unsichtbar, insbesondere für Männer, ungeliebt, ungeküsst. Schon immer wollte sie dazu gehören, aber wurde nie anerkannt, im besten Fall übersehen, im schlimmsten verlacht. Ihre Leidenschaft gilt der Musik. Auch wenn sie diese nie so richtig ausgelebt hat. Im Ort organisiert sie das jährliche Springtide Festival. Ihr Highlight des Jahres. Vor längerer Zeit hat sie dabei Backstage einen Schlagzeuger getroffen, dem seitdem ihr Herz gehört. Aber davon weiß niemand. Auch er nicht. Er erinnert sich auch nicht an diese Begegnung. Für sie war er seitdem verschollen. Nun treffen beide wieder aufeinander. Es entwickelt sich eine Geschichte, in der beide Figuren eine Reise zu sich selbst antreten, sich mit Vergangenem auseinander setzen müssen, Wahrheiten erkennen, sich selbst annehmen lernen. Dabei kommen sie sich unbeabsichtigt immer näher. Wie immer mitreißend und einfühlsam von Kyra Groh geschrieben, wird es nie langweilig. Einmal angefangen, kann man das Buch kaum aus den Händen legen. Man fühlt mit, man leidet mit, man liebt mit. Ein wunderbares Buch für lange Lesenachmittage.