Sympathisches Setting, durchwachsene Liebesgeschichte

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reishimura Avatar

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Das erste Buch der Reihe konnte mich nicht wirklich begeistern. Dennoch habe ich mich zum Weiterlesen der Reihe entschieden, da ich das kleine Städtchen und seine skurrilen Bewohner irgendwie ins Herz geschlossen habe. Dieses Buch war ein wenig besser, aber auch keine Offenbarung.

Vorkenntnisse aus dem ersten Roman sind nicht zwangsläufig notwendig. Ich denke aber, dass es mehr Spaß macht und man tiefer in die Geschichte eintauchen kann, wenn man die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge liest.

Der Schreibstil der Autorin hat mir bereits im ersten Buch gut gefallen und dies trifft hier auch wieder zu. Dieses Mal war ich ein wenig schneller mit dem Lesen. Im Vergleich zu ähnlichen Büchern war es aber durchaus ein kleiner Kampf. Glücklicherweise aber kam dieses Buch mit deutlich weniger Spice Szenen aus als der vorherige Band. Dies liegt vor allem an Nore und ihrer Vorgeschichte.

Wobei wir hier auch schon bei meinem größten Problem mit diesem Buch sind: der weiblichen Hauptperson. In ihren Grundzügen ist sie eine wirklich sympathische und greifbare Protagonistin und auch ihre Probleme sind nachvollziehbar. Ab einem gewissen Punkt war ich aber nur mehr genervt, da mir ihr ständiges Gejammer, dass kein Mann sie möchte, einfach auf die Nerven gegangen ist. Einerseits ist Nore nämlich eine durchaus starke und unabhängige Frau, andererseits schreit sie förmlich danach von einem Mann „gerettet“ zu werden.
Auch bei der männlichen Hauptperson Dex hat die Autorin gefühlsmäßig kein Klischee ausgelassen. Mir ist bewusst, dass dies gerade bei Romanen dieses Genres durchaus Standard ist. Aber hier war es doch ein wenig zu viel des Guten.

Irgendwann habe ich dann meinen Kopf ausgeschaltet, nicht zu viel über das Buch nachgedacht und mich einfach von der Geschichte treiben lassen. Eigentlich nicht meine Art ein Buch zu lesen, hier hat dies aber geholfen.

Die Atmosphäre von Lower Whilby hat mir auch dieses Mal wieder gefallen und die Nebencharaktere haben einiges wieder gut gemacht. Ich denke, dass die trotz zwei eher mittelmäßigen Erfahrungen auch noch das letzte Buch der Reihe lesen werde.