Ich fühle mich der Geschichte und den Figuren schon jetzt sehr nah.

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fabelhaftefeder Avatar

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Schon nach den ersten Seiten von "The Contract" war ich komplett in der Geschichte von Lainey und Parker gefangen. Was mich sofort begeistert hat, ist die authentische und ehrliche Stimme der Protagonistin. Lainey wirkt unglaublich echt, ihre Gedanken über die Nachtschicht, den Stress im Studium und ihre Unsicherheiten wirken weder übertrieben noch gekünstelt, sondern sehr nachvollziehbar und lebensnah. Die Mischung aus Humor, Selbstironie und Verletzlichkeit lässt sie vom ersten Moment an sympathisch und glaubwürdig erscheinen.

Besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin den Alltag einer Medizinstudentin beschreibt, inklusive der kleinen, nervigen, aber irgendwie auch charmanten Momente, wie Apfelschale zwischen den Zähnen oder Kittel mit Flecken. Diese Details machen die Atmosphäre sehr greifbar. Gleichzeitig sitzt die Spannung sofort: Laineys Angst, allein in der Notaufnahme einen "Notfall" handlen zu müssen, war richtig spürbar, ich habe fast mit ihr mitgezittert vor dem nächsten Anruf.

Dann betritt Parker Westfield die Bühne und hier merkt man direkt, dass zwischen den beiden irgendetwas in der Luft liegt. Es knistert, und die Dialoge sind unglaublich witzig und spritzig geschrieben. Ich musste wirklich schmunzeln, wie Lainey versucht, professionell zu bleiben, während Parker charmant und ein bisschen frech seine Verletzung kommentiert und sie aus dem Konzept bringt. Trotz des offensichtlichen "Bad Boy"-Images von Parker ist da gleichzeitig auch viel Verletzlichkeit und Tiefe zu erkennen.

Auch die Nebenfiguren, etwa Laineys Kolleginnen im Krankenhaus, ihre Mitbewohnerin Jemma oder Parkers Freund Arthur wirken schon nach kurzen Szenen lebendig und tragen zur humorvollen und lockeren Grundstimmung bei. Die Dynamik zwischen den Figuren wirkt natürlich und bringt viel frische Energie in die Handlung.

Was mich zudem beeindruckt hat, ist, wie ehrlich auch schwierige Gefühle und Themen angesprochen werden. Lainey wirkt nicht wie das perfekte Mädchen aus dem Liebesroman, sondern hat Ecken, Kanten, Versagensängste, Selbstzweifel und eine zerbrochene Vergangenheit. Trotzdem gibt es genug Leichtigkeit durch die schlagfertigen Dialoge und die humorvollen Alltagssituationen.

Insgesamt macht die Leseprobe neugierig auf mehr. Ich will unbedingt wissen, wie sich Laineys und Parkers Beziehung weiterentwickelt, gerade weil die Chemie zwischen ihnen so groß ist, beide aber ihre Verletzungen und Vorbehalte haben. Der Mix aus Romantik, Humor und ernsten Momenten wirkt sehr ausgewogen und erwachsen. Ich fühle mich der Geschichte und den Figuren schon jetzt sehr nah.