Wie geht’s Dir wirklich?

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Wie oft wird man gefragt, wie es einem denn so geht und die meisten Fragenden möchten eigentlich nur ein „Gut“ hören. Aber was ist, wenn es eben nicht so rund läuft, man schlecht schläft, die Arbeit stresst und einem alles über den Kopf wächst. Wer hat sich noch nicht einsam gefühlt.

Genau an diesem Punkt setzt „The Mind Manual“ an. Der Autor Dr. Alex George versteht es meisterlich in einer Kombination aus eigenen Erfahrungen, Tipps und Tools dem Leser ein Rettungsfloß zu geben, wenn er zu versinken droht. Denn erst muss man die eigenen Bedürfnisse erkennen, dann Strategien finden und sich notfalls auch mal Hilfe bei Fachleuten holen -ohne das Stigma psychischer Probleme befürchten zu müssen. In der Übersetzung von Dagmar Brenneisen, erschienen im Herbig Verlag, wurde deshalb nicht nur der Text perfekt übersetzt sondern auch die Adressen und Hilfestellen für den deutschsprachigen Raum angepasst.

Sieben universelle Wahrheiten sollen Halt geben wie Grenzen setzen, mit Stress und Fehlern umgehen können und mehr. Fünf Fundamente mentaler Fitness wie beispielsweise gutes Essen, ausreichend Bewegung, erholsamer Schlaf werden bearbeitet. Auch eine Toolbox mit Lebenshilfen und ein Anhang mit Informationsquellen wurden nicht vergessen, falls sich jemand zu einzelnen Bereichen die Grundlagen anschauen möchte. Sozialkontakte werden stark gewichtet, aber wie bei allen anderen Tipps auch, sind es nicht die großen Veränderungen, die helfen. Es reichen schon kleine Schritte wie ein freundliches Gespräch beim Einkaufen. Selbst die im Buch verstreuten Motivationssprüche ermuntern zum Innehalten und Nachdenken.

Ziel ist dem Leser eine Baseline zu geben, an der er sich ausgeglichen und mit sich im Reinen fühlt. Jeder Moment ist richtig, jeder noch so kleine Schritt sinnvoll, man muss nur aktiv werden und die Probleme angehen. Es gibt keinen erhobenen Zeigefinger und kein „Du musst!“ darum liest sich das Werk auch so angenehm.

Als Zielgruppe für dieses Manual sehe ich die Millenials und Generation Z, sie profitieren wohl am meisten vom Lesen. Doch auch als altgedienter Boomer kann man neben den Hilfestellungen für einen selber auch das Verständnis für die jüngeren Generationen verbessern. Anstatt markiger Sprüche zu verbreiten sollte man mehr auf die eigenen Bedürfnisse eingehen um ein erfülltes und seelisch ausgeglichenes Leben zu führen. Dieses flott geschriebene Buch könnte durchaus dabei helfen.