Ein Buch über die Stärke von Gefühlen
Nach "Just for the Summer" bin ich Fan von Abby Jimenez geworden und hab ihr neues Buch auch innerhalb kurzer Zeit verschlungen. Es handelt von einer Liebe, die ungeplant und unerwünscht entstand und ebenso von der Bedeutung von Freundschaft. Die Autorin schaffte es wieder einmal, dass man sich sehr mit den Hauptcharakteren, in diesem Fall Chris und Larissa, verbunden fühlt und man komplett in das Leben und die Gefühlswelt dieser abtauchen kann. Schön finde ich, dass die Autorin auch tiefere Themen in ihren Büchern anspricht. Bei "The night we met" geht es um ein Leben in unverschuldeter Armut, um Trauer und das Leben mit einer lebensgefährlichen Allergie. Ich mag es, wie sie diese ernsten Themen in eine Geschichte verpackt, die am Ende vor allem eins ist: Eine Liebesgeschichte. Dieses Buch zeigt, wie stark Gefühle sein können. Wie wenig Liebe sich immer unseren Wünschen unterwirft, sondern sich das Herz manchmal einfach jemanden aussucht, der zu einem passt und man wenig dagegen tun kann. Doch ebenso handelt es auch von der Kraft von Freundschaft, die aufbaut, unterstützt und verzeiht und eine besondere Form der Liebe ist. Ich hab ihren Schreibstil wieder sehr genossen. Die Story selbst ist etwas vorhersehbar, trotzdem lässt es sich richtig gut lesen und ist nie langweilig. Manche Sichtweisen über die Liebe konnte ich nicht komplett teilen (z.B. was die Aufopferungsbereitschaft in einer Beziehung angeht), doch insgesamt zeigt es eine schöne Sicht auf zwischenmenschliche Beziehungen. Das Cover ist natürlich wie bei allen Jimenez-Bücher ein kitschiger Genuss. :-)