Eine "falsche" Entscheidung - und dann? Berührender, humorvoller Roman zum Verschlingen

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chiralu Avatar

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Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen. Die Geschichte hat mich sofort gepackt, aber es gibt auch einen Aspekt, mit dem ich nicht ganz zufrieden war. Doch fangen wir von vorne an.

Ich bin super schnell und einfach in die Geschichte eingetaucht, was gewiss an dem lockeren, flüssigen Schreibstil der Autorin lag. Schnell war klar, dass Larissa es nicht leicht in ihrem Leben hat - statt Mitleid empfand man aber Sympathie und gleichzeitig Respekt davor, wie sie sich diesen ganzen Schwierigkeiten stellt. Das fand ich zu Beginn wirklich toll!

Auch Chris Persönlichkeit hat mich zu Beginn an sehr überzeugt und positiv für sich eingenommen. Ja, zwischenzeitlich war er für mich die absolute "Green Flag". Doch leider nahm seine Fürsorge für mich persönlich irgendwann zu viel Raum ein. Er kümmerte sich letztendlich um einfach alles und es wirkte zum einen schon nach Bevormundung für mich, zum anderen ließ es Larissa letztendlich blass und schwach wirken - was ich super schade finde, denn zu Beginn nahm ich sie als starken Charakter war. Unterstützen ja, sich für die andere Person aufopfern: nein.

Trotz dieses Kritikpunktes mochte ich das Buch wirklich sehr und ich fragte mich die ganze Zeit, wie die Freundschaft von Chris und Mike dieses "Love Triangle" überstehen könnte. Ich bin froh, dass die Autorin doch ein versöhnliches und schönes Ende gefunden hat, denn zwischenzeitlich hatte ich meine Zweifel, aber letztendlich beendete ich das Buch mit einem wirklich guten Gefühl.

Ganz besonders lobend möchte ich erwähnen, dass Abby Jimenez sehr schwere Themen wie Depression, Alkoholismus, schwierige Kindheit und Armut in dieses Buch integriert hat. Sie gab diesen Themen den nötigen Raum, behandelte sie mit der nötigen Ernsthaftigkeit, ohne den humorvollen und romantischen Ton des Buches zu verlieren.