Für mich ein absolutes Highlight

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travelkate Avatar

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Ich bin und bleibe ein riesiger Fan von Abby Jiménez. „The night we met“ trifft genau meinen Geschmack: eine Story die ans Herz geht, sehr bodenständige Charaktere und das Gefühl, dass das Buch mich nachhaltig berührt hat.

Larissa trifft Chris auf einem Konzert, nur hat dieser zu der Zeit sehr mit sich selbst zu kämpfen. Sein bester Freund Mike ist wesentlich kontaktfreudiger und offener und so kommt es, dass Larissa sich von Mike heimfahren lässt. Nach einer Zeit sind Mike und Larissa ein Paar. Nur schickt Mike immer wieder Chris zu Larissa um ihr zu helfen. Beide freunden sich an und Chris deckt die Abstürze die Mike immer wieder hat. Chris steht Larissa zur Seite und beide merken, dass Larissa vielleicht mit dem falschen nach Hause gefahren ist. Nur wie soll das alles funktionieren ohne Freundschaften zu zerstören?

Larissa ist dauerhaft im Überlebensmodus. Wie sehr sie sich bemüht aus ihrer Armut (die nicht selbstverschuldet ist) herauszufinden und gefühlt 10 Jobs gleichzeitig macht nur um über die Runden zu kommen hat mich tief berührt. Dieser ständige Kampf und doch kein Ende zu sehen und dann noch eine positive Grundeinstellung zu haben, hat sie für mich zu einem ganz starken Charakter gemacht.
Ich habe ihr so sehr das Glück gegönnt und mit ihr gelitten, als es sich einfach nicht einstellen wollte.

Chris ist eine absolute Greenflag und ein Kümmerer. Wie sehr er sich selbst aufopferte und dabei null egoistisch ist hat mir bezüglich Larissa sehr gefallen. Allerdings ist das ein Charakterzug der sehr gerne ausgenutzt wird und das hat Mike gemacht. Für ihn war das schon gefühlt immer so, dass Chris ihn rettet.
Die Freundschaft empfand ich als sehr einseitig und teils toxisch.
Der innerliche Kampf sich zur Freundin seines besten Freundes hingezogen zu fühlen war für mich nachvollziehbar und auch wie beide damit umgehen war für mich realistisch.

Eigentlich wusste man sehr schnell wie die Story enden muss, aber der Weg war mehr als steinig und ich habe sehr mit beiden mitgefiebert, gelitten und auch manchmal gedacht „na wird das noch was?“

Besonders hat mir der emphatische Umgang mit Suchterkrankungen und dem Thema Armut gefallen.

Die Geschichte ist nicht laut und flott erzählt, sondern zeigt wie sehr manche Entscheidungen im Leben wiegen und das es andere Wege braucht um das Glück zu finden.
Larissa sagt mal zu Chris: „…dass ich mit dir an meiner Seite durch jede Tür gehen würde“. Und genau so soll Liebe für mich sein, ein Mensch an deiner Seite mit dem man jeden Weg gehen kann.

Eine ganz klare Leseempfehlung

5⭐️