Nachhallendes Highlight!

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lenas.buecher Avatar

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Ich wusste dass mir ein neues Buch von Abby Jimenez gefallen wird und dass es quasi im gleichen Universum spielt wie "Say You’ll Remember Me" hat mich umso neugieriger gemacht - das es mich so umhauen wird war mir aber nicht klar!

Fangen wir äußerlich an - es passt vom Cover zu den anderen Büchern der Autorin und was ich besonders süß fand, sind die schwarz-weiß hinterlegten Bilder am Kapitelanfang.
Das Buch erscheint erst recht umfangreich, aber man fliegt nur so durch die Seiten und völlig unerwartet hat es mich total in einen Sog geworfen - ich konnte es kaum aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist wie von der Autorin bekannt, locker und angenehm zu lesen.

Die Charaktere waren toll ausgearbeitet und nicht nur Larissa und Chris sind mir unheimlich ans Herz gewachsen, auch die ganze Clique drum herum, unter anderem mit Xavier, den wir aus "Say You´ll remember me" kennen, war super sympathisch und passend.

Was mich am meisten umgehauen hat ist die Art der Geschichte, die einfach wieder so unfassbar gut wirklich harte gesellschaftliche Themen aufgreift - es geht hier um ernste Probleme in Amerika durch Armut, Chancenungleichheit, mangelnde Krankenversicherung und Alkoholismus spiel eine große Rolle und wie Alkohol oft verharmlost wird - und gleichzeitig wirkt die Geschichte leicht und hat sogar sehr humorvolle Stellen. Das ist einfach so so gut gemacht und ist ein Grund, warum es ein Highlight für mich war.

Der andere Grund ist die Lovestory. Eigentlich mag ich "friends to lovers" und auch "love triangle" nicht so gern als Tropes - hier? Unfassbar gut!
Die Art, wie ungeplant diese tiefe Freundschaft zwischen Larissa und Chris ganz langsam und natürlich durch so viele Gemeinsamkeiten, Wertschätzung und Unterstützung entsteht ist einfach wunderschön und es wirkte wie vorherbestimmt dass es mehr sein muss, was beide natürlich länger verdrängt haben (das konnte ich hier ausnahmsweise echt gut verstehen). Am Wichtigsten ist hier, dass es wirklich nachvollziehbare Gründe für alles gab und sei es aus der Vorgeschichte der Figuren bedingt. Auch die Gründe, warum sie durch Mike und seine Beziehung zu Larissa und seinem besten Freund Chris natürlich nicht zusammen sein können waren absolut verständlich und führten zu so einem starken yearning - ich habe es richtig gefühlt, diese Sehnsucht und diesen Drang dass die beiden zusammen GEHÖREN aber es sie quasi ihren gesamten socialen Background kosten würde.
Was noch hervorzuheben ist - diese ganze Sehnsucht kommt fast ohne spice aus! Da braucht sich keiner abgeschreckt fühlen, der solche Szenen nicht mag, lest es!

Auch das Ende, was hier bei der Konstellation natürlich wahnsinnig schwer war hat mich überzeugen können und die über allem schwebende Frage, was ist wenn du dich in deinem Leben einmal falsch entschieden hast. Das war ein großartiger read! Ich empfehle es allen. Einfach allen!