Toller Band 2

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Seit ihrem Buch „Just for the Summer“ gehört Abby Jimenez zu meinen liebsten Romance Autorinnen. Das Buch hat mich so begeistert und geprägt, dass all ihre Neuerscheinungen automatisch auf meine Wunschliste wandern. So war es auch mit „The Night We Met“, obwohl der Trope erstmal nicht unbedingt meinem üblichen Geschmack entspricht. .

Im Zentrum ihres neuesten Buches steht eine Entscheidung, die zunächst unbedeutend wirkt, aber weitreichende Folgen hat: Larissa lässt sich nach einem Abend von Mike nach Hause fahren – und nicht von seinem besten Freund Chris. Was wie ein alltäglicher Moment beginnt, entwickelt sich schnell zu einem komplexen Geflecht aus Gefühlen, Loyalität und verpassten Chancen. Während Larissa und Mike ein Paar werden, ist es ausgerechnet Chris, der immer wieder für sie da ist. Zwischen ihnen entsteht eine Nähe, die sich nicht einfach ignorieren lässt – auch dann nicht, wenn niemand die Absicht hat, jemanden zu verletzen.

Obwohl ich Dreiecksbeziehungen-Plots normalerweise in Büchern gar nicht mag, schafft es die Autorin, diesem bekannten Plot eine erstaunliche Authentizität zu verleihen. Alle Beteiligten handeln nachvollziehbar, gerade Larissas inneren Konflikte fühlen sich echt an, und genau das macht die Geschichte so mitreißend. Ich konnte mich nicht vollkommen in sie hineinversetzten, aber genug, um die Handlung weiterverfolgen zu wollen. Stellenweise habe ich mir wirklich die Haare gerauft und mit mir gerunden, als würde es um mein eigenes Liebesleben gehen.

Wie in ihren vorherigen Büchern, gelingt es Abby Jimenez, tiefe Themen und humorvolle Momente zu vereinen und zu einer unterhaltsamen Geschichte zu verflechten. Die Übersetzung wirkte sehr flüssig und die Emotionen kamen gut rüber, ohne übertrieben oder blass zu sein. Den Randfiguren wird genau der richtige Umfang in der Handlung eingeräumt, um sie abzurunden. Ein Highlight waren für mich auch die Parallelen zu „Say you remember me“, dem ersten Buch aus der gleichnamigen Reihe.

Auch bei der Covergestaltung hat der Verlag sich wieder selbst übertroffen – besonders mit dem Farbschnitt. Mir persönlich gefallen auch die Titel sehr, die an bekannte Lieder angelehnt sind. Das ist für mich die Kirsche auf der Torte!

Insgesamt ist „The Night we met“ eine berührende Geschichte über Timing, Entscheidungen und die Frage, was passiert, wenn das Herz andere Wege gehen möchte als der Verstand. Ein typisches Abby-Jimenez-Buch: Warmherzig, humorvoll und emotional erzählt – ein Roman, der einen fesselt und noch lange nachklingt. Von mir gibt es klare Empfehlung für alle, die gefühlvolle, tiefgründige Liebesromane mögen. Ich würde euch aber raten, mit dem ersten Band der Reihe anzufangen, um das Leseerlebnis ganz auskosten zu können. Und mit Büchern von Abby macht man nie was falsch!