Düster, magisch und ein Vibe wie in der Winkelgasse – ein absolut fesselnder Auftakt

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hilde__guard Avatar

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Schon nach den allerersten Seiten war es um mich geschehen: Dieses Buch hat eine Atmosphäre, die man förmlich riechen und schmecken kann. Man schlägt es auf und fühlt sich sofort an einen magischen, aber gefährlichen Ort versetzt. Mich hat das Setting augenblicklich an die gemütlich-düsteren Ecken der Winkelgasse oder an einen verrauchten Pub voller Geheimnisse erinnert. Es ist genau diese Art von „Dark Academia“-Vibe, den ich gesucht habe: magisch, etwas unheimlich, aber mit einer unglaublichen Anziehungskraft.

Besonders hervorheben möchte ich den Schreibstil von Rachel Greenlaw (und die gelungene Übersetzung). Anders als bei vielen aktuellen Romantasy-Titeln wirkt die Sprache hier nicht flach oder jugendlich-naiv, sondern bildgewaltig und atmosphärisch dicht. Die Erzählperspektive schafft eine sofortige Nähe zur Protagonistin. Man muss sich nicht mühsam in die Welt hineinarbeiten, sondern wird direkt hineingezogen – die oft beschworene „Sogwirkung“ ist hier ab der ersten Seite spürbar.

Zur Handlung selbst: Die Idee einer Elite-Akademie mit tödlichen Prüfungen ist zwar ein bekanntes Motiv, wirkt hier aber durch das maritime, raue Setting der Insel Killmarth frisch und erwachsen. Es verspricht genau die richtige Mischung aus Spannung und Magie zu werden, ohne in Kitsch abzudriften. Die Protagonistin wirkt authentisch und ihre Anspannung vor dem, was kommt, überträgt sich direkt auf den Leser.
Auch optisch ist „The Ordeals“ ein Hingucker. Das Cover spiegelt die düstere, geheimnisvolle Stimmung der Geschichte perfekt wider und verspricht genau das, was der Text bisher hält: Alte Magie und tödliche Gefahren.

Fazit:
Der Auftakt ist vielversprechend, sprachlich auf hohem Niveau und macht süchtig nach mehr. Wenn das Buch dieses Niveau hält, ist es ein absolutes Highlight für Fans von düsterer Magie. Klare Leseempfehlung für den Start!