Highlight mit einigen Schwächen

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jessi_bf95 Avatar

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The Ordeals von Rachel Greenlaw war für mich anfangs ein richtiges Highlight.Die Grundidee und das Setting hatten mich direkt neugierig gemacht.
Der Wendeumschlag ist wunderschön gestaltet, genau wie der Farbschnitt. Man hat das Buch aber auch super gerne ohne den Umschlag in der Hand, da die Gestaltung darunter super schön und hochwertig gemacht ist.
Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, man kam einfach in die Geschichte rein und wurde auch total gepackt. Lediglich die Rechtschreibfehler fand ich hier schade.
Das world building und das Magiesystem fand ich sehr durchdacht, spannend und nicht zu kompliziert aufgebaut. Sophia wird als eine starke Persönlichkeit vorgestellt, die keine Hilfe braucht und sich alleine durchboxen kann. Dies gerät ab der Aufnahme in der Academy ins Wanken und sie muss sich damit abfinden auch Hilfe anzunehmen, das klappt allerdings nicht immer so gut.
Der Hintergrund über ihr Leben hat auf jeden Fall viel Raum für Spekulationen offen gelassen, ein Teil wurde beantwortet aber es lässt noch viele Fragen offen für den zweiten Teil, was es definitiv spannend macht. Auch ihren Alltag an der Schule fand ich spannend gelöst, gerade wenn es um die Frage nach der einen Person geht, die ihr Unwesen treibt. Die Auflösung kam für mich überraschend, da man irgendwann jeden verdächtigt hat.
Im Gegensatz zu Sophia fand ich Alden leider sehr flach beschrieben, er ist gar nicht richtig da und kaum greifbar, dadurch entstand für mich keinerlei tension oder Romantik. Auch das Ende fand ich in dem Zuge eher nervig und vor allem vorhersehbar. Hätte das Buch mitten im Geschehen geendet, wäre es deutlich spannender gewesen.

Insgesamt war es für mich ein spannender Auftakt mit einem spannenden Magiesystem und durch die offenen Fragen möchte man auf jeden Fall weiterlesen. Ich fand es allerdings zum Ende hin leider schwächer und manche Personen sollten definitiv stärker ausgebaut und tiefgründiger sein.