Spannendes Akademie-Setting mit tödlichen Prüfungen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
feliz Avatar

Von

Die Gestaltung des Buches ist wirklich wunderschön. Ich liebe die Kombination aus Gold und Schwarz, die das Buch zu etwas Besonderem macht. Außerdem liebe ich, dass die wichtigsten Magiebegabungen auf der Innenseite der Buchdeckeln vorgestellt werden, sodass man einen guten Überblick hat, ohne zu viel zu erfahren.

Die Story war ebenfalls extrem vielversprechend: Sophia deWinter muss seit sie klein ist, Aufträge für ihren Onkel, den sogenannten Sammler, erledigen. Sie ist durch einen starken Blutschwur an ihn gebunden, der sie davon abhält, seine Befehle zu verweigern. Die einzige Möglichkeit, sich von ihm zu befreien, ist die Aufnahme in Killmarth, der Elite-Akademie für Magiebegabte. Dort ist sie außerhalb seiner Reichweite und die Akademie ist dafür bekannt, durch ihre Schutzrunen Schwüre und Flüche abwehren zu können. Doch schon bei ihrer Aufnahmeprüfung merkt Sophia, dass ihre Illusionsmagie nicht stark genug sein wird, um ein komplettes Semester voller gefährlicher Prüfungen und hinterhältiger Mitanwärter zu überleben. Etwas widerwillig schließt sie eine Allianz mit dem mächtigen Botaniker Alden Locke, um endlich zu lernen, ihre Magie besser zu kontrollieren. Doch dann sterben immer mehr Anwärter auf mysteriöse Art und Sophia weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann.

Ich war wirklich gespannt auf dieses Buch, weil ich die Kombination aus tödlichen Prüfungen und einer Akademie für Magiebegabte wirklich spannend fand. Außerdem fand ich die Gestaltung des Buches so schön, dass ich wirklich nicht daran vorbeigehen konnte. Zum Glück hat das Buch meine Erwartungen größtenteils erfüllen können. Das liegt auch daran, dass der Schreibstil wirklich gut war. Ich habe ein bisschen gebraucht, um wirklich in die Geschichte zu finden, weil sie zu Beginn einem anderen Buch sehr ähnelte, das ich vor kurzem gelesen hatte, aber das ändert sich zum Glück spätestens mit dem Start der Ordeals. Als ich dann erstmal richtig in der Geschichte war, bin ich nur so durch die Seiten geflogen und wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht.

Ich hatte anfangs ein bisschen Probleme, die Charaktere kennenzulernen. Sophia ist lange Zeit sehr zurückhaltend, was andere Personen angeht und ich hatte dadurch das Gefühl, ebenfalls einen gewissen Abstand zu ihnen und zu ihr zu haben. Dazu kommt noch, dass gefühlt alle Charaktere ihre eigene Agenda haben und keiner komplett offen ist. Das alles ist sehr nachvollziehbar, weil sie versuchen, die begrenzten Plätze als Studenten der Killmarth Academy zu bekommen und die Ordeals, die sie durchlaufen müssen, um dorthin zu gelangen, sind teilweise extrem gefährlich. Dadurch dass alles, was Sophia über sich weiß, vom Sammler kommt und schnell deutlich wird, dass er nicht immer ehrlich zu ihr war, hatte ich oft das Gefühl, dass sie selbst einfach noch nicht weiß, wer sie ist und dadurch fällt es auch als Leser ein bisschen schwer, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sie in bestimmten Situationen handelt. Ähnliches gilt aber für so gut wie alle Charaktere, sodass ich das Gefühl hatte, sie erst zum Ende hin wirklich kennenlernen zu können.

Alles in allem habe ich das Buch vor allem wegen des Settings wirklich genossen und bin nur so durch die Seiten geflogen, allerdings habe ich sehr lange gebraucht, um die Charaktere kennenzulernen und zum Ende haben sich die Ereignisse so überschlagen, dass ich nicht mehr genau wusste, wie ich alle neuen Erkenntnisse verarbeiten sollte. Ich will nach dem krassen Cliffhanger aber unbedingt direkt den zweiten Teil lesen und freue mich schon richtig darauf.