The ordeals
The Ordeals hat mich direkt in seine düstere Dark-Academia-Welt gezogen und bis zum Ende nicht mehr so richtig losgelassen.Das konstante „Hier stimmt doch was nicht“-Gefühl funktioniert hier richtig gut. Killmarthgefühlt eine Todesarena mit Stundenplan. Dass man alles nur durch Sophias Perspektive erlebt, verstärkt die eigene Paranoia zusätzlich: Vertrauen? Schlechte Idee.
Sophia ist angenehm unheroisch und wächst eher aus purer Not als aus epischer Bestimmung über sich hinaus, was sie sehr greifbar macht. Die Dynamik mit Alden lebt von unterschwelliger Chemie. Ich persönlich hätte gern ein bisschen weniger Spice und Geshcmachte und dafür etwas mehr Worldbuilding genommen, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
Trotz eher skizzenhaftem Magiesystem und einem ziemlich abrupten Ende liest sich das Buch super flott, punktet mit Atmosphäre und starken Dialogen und macht neugierig auf mehr. Kein perfekter Auftakt, aber definitiv einer, der Spaß macht und Lust auf die Fortsetzung weckt.
Bewertung: 4/5