Bedient Klischees ohne Ende...
Grundsätzlich bin ich immer offen für Neues. Ich bevorzuge grundsätzlich tiefgründige Literatur, aber wenn gut geschrieben, darf gerne auch alles andere in meinem Lesezimmer Einzug halten. Ich war auf der Suche nach leichter Kost für die gemütlichen Herbst- und Winternachmittage, mit Kakao, Kuschelsocken und Wohlfühldecke, als Ausgleich zu anspruchsvollen Lektüren. Dennoch lege ich auch hier Wert auf Qualität. Und da ich schon viel Gutes über Kyra Groh gelesen (und gehört, in der Buchhandlung!) habe, wollte ich erfahren, was es mit "The Peppermint hot Chocolate Dilemma" auf sich hat. Den Anglizismus, der sich durch die Leseprobe hindurchzieht (den Buchtitel spare ich da jetzt Mal aus!), möchte ich nicht näher kommentieren, ich wusste ja anhand des Titels in etwa, was da möglicherweise auf mich zukommt. Soweit, so gut. Dass jedoch die Autorin auf so banale Klischees wie "der braue Wollpulli mit Markenlogo", seine "sehnigen Arme", "den Pulli, den man nur am Casual Friday trägt..., "ich schenkte ihm mein unüberzeugendstes Lachen"...zurückgreift, so abgegriffene Ausdrücke, das fand ich schon enttäuschend. Und dann auch noch der Autor, dem seit 10 Jahren die Inspirationen zum schreiben fehlt, der aber fremdgeht...Also, insgesamt überhaupt kein Buch für mich. Einen gewissen Anspruch an das Niveau erhebe ich für mich schon, den diese Lektüre bereits in der kurzen Leseprobe in keinem Punkt erfüllt hat. Weder stilistisch, noch inhaltlich. Einzig das Cover sagt mir zu. Schöne Farben, einladendes Motiv.