Endlich wieder in Lower Whilby!

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Schon nach wenigen Seiten war ich wieder komplett in der Welt von Lower Whilby und im neuen Buch in der Welt von Olive angekommen.
Ihr innerer Konflikt, ihre Unsicherheit nach der Trennung und ihr Versuch, im Alltag irgendwie weiterzumachen, wirken unglaublich authentisch. Olive ist keine perfekte Heldin, sondern eine Frau, die zwischen Pflichtgefühl, Selbstzweifeln und einem verletzten Herzen versucht, sich neu zu sortieren. Genau diese Mischung macht sie sofort sympathisch. Ihr Humor, ihre Selbstironie und die kleinen Gedankensprünge in der Leseprobe haben mich oft schmunzeln lassen, obwohl die Themen eigentlich schwer sind.

Auch Casey hat mich direkt neugierig gemacht. Sein Chaos, seine Schreibblockade und die liebevoll‑überforderte Beziehung zu seiner Tochter Shae zeigen, dass er ebenfalls an einem Wendepunkt steht. Er wirkt gleichzeitig sensibel, übermüdet und charmant, ein Mann, der viel erlebt hat und trotzdem versucht, weiterzumachen. Die Szenen mit ihm sind voller Energie, Humor und leiser Melancholie.

Der Schreibstil ist warm, modern und sehr lebendig. Kyra Groh schafft es, beide Figuren so unterschiedlich und gleichzeitig so menschlich zu zeichnen, dass man sofort wissen möchte, wie ihre Geschichten zusammenfinden. Der Spannungsaufbau funktioniert für mich perfekt: Man spürt, dass Olive und Casey beide etwas verloren haben und vielleicht genau deshalb etwas Neues finden könnten.

Ich erwarte eine berührende, humorvolle Geschichte über Neuanfänge, Selbstwert und die unerwarteten Begegnungen, die alles verändern können. Genau deshalb möchte ich unbedingt weiterlesen: Olive und Casey fühlen sich jetzt schon wie echte Menschen an, deren Weg ich weiter begleiten möchte.