Winterlicher Wohlfühlroman über das Suchen und Finden

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juanla Avatar

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Kyra Groh schafft es in der Leseprobe richtig gut, die gemütliche Kleinstadt-Atmosphäre einzufangen, ohne dass die Geschichte dabei flach wirkt. Ihr Schreibstil ist total angenehm zu lesen, sehr unaufgeregt und man möchte sich am liebsten direkt mit nach Lower Whilby beamen.
Was mir besonders gefällt, sind die beiden Hauptfiguren, weil sie eben nicht perfekt sind. Olive tut mir wegen der Trennung von Tony echt leid. Es kommt total authentisch rüber, wie schwer es ihr fällt, den anderen die glückliche Ehefrau vorzuspielen, obwohl sie innerlich eigentlich total blockiert ist. Casey ist ein ganz anderer Typ, aber seine Schreibblockade und vor allem der Alltag mit seiner pubertierenden Tochter Shae bringen eine sehr ehrliche und irgendwie auch liebevolle Dynamik rein. Man merkt einfach, dass beide Charaktere gerade ziemlich feststecken und an einem Wendepunkt im Leben stehen.
Dass seine Lektorin ihn jetzt ausgerechnet für eine Lesung zu Olives Buchclub schickt, ist natürlich genau der richtige Aufhänger. Ich hoffe und erwarte hier einfach eine feinfühlige, ehrliche Liebesgeschichte, die ohne kitschige Klischees auskommt und perfekt in die dunkle Jahreszeit passt. Ich würde super gerne weiterlesen, um zu sehen, wie die beiden sich am Ende gegenseitig aus ihren Sackgassen herausholen.