Last Chapter: Finally back to Lower Whilby! Finally, in Love?

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annnnnnna Avatar

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Endlich das lang ersehnte Finale! Olive habe ich schon sehr ins Herz geschlossen. Umso schöner, dass sie diesmal im Mittelpunkt steht.

Olive ist 25, lebt im eigenen Haus und ist kurz nach ihrer Hochzeit schon wieder getrennt. Ihr Mann hat sie betrogen. Als wäre das nicht schon genug, ist sie ein kleiner Monk, der Ordnung liebt. Sogar das Klopapier muss immer nach vorne abgerollt sein. Da verstehe ich sie total, denn bei mir gibt es diesbezüglich auch keine Toleranz. 😅🙈

Doch hinter ihrer Liebe zur Ordnung steckt noch so viel mehr. Olive fällt es unglaublich schwer, einfach mal loszulassen. Sie macht sich Gedanken darüber, was andere über sie denken, möchte es allen recht machen und setzt sich selbst mit ihren Erwartungen unter Druck. Scham und der Wunsch, alles richtig zu machen, werden zu einem Korsett, das sie sich selbst angelegt hat und das ihr immer wieder die Luft zum Atmen nimmt.

Als sich plötzlich der Bestsellerautor Casey O’Leary für eine Lesung nach Lower Whilby verirrt, stellt er Olives Leben ganz schön auf den Kopf. Casey ist alleinstehend, kämpft mit einer Schreibblockade und bringt seine Teenie Tochter Shae sowie Kater Rorschach mit. Letzteren habe ich als tierischen Sidekick besonders ins Herz geschlossen. Leider hat er sich im letzten Drittel etwas rar gemacht. 😽

Casey begegnet Olive mit einer Ruhe und Offenheit, die ihr den Raum geben, den sie zum Heilen braucht. Zwischen den beiden entstehen Gespräche auf intellektueller Augenhöhe, voller Vertrauen, Nähe und Humor. Das fühlt sich wunderbar echt an und berührt, ohne jemals kitschig zu werden.

„Etwas Schönes kann nur da entstehen, wenn man sich den Raum nimmt, roh und unvollkommen zu sein.“ (Zitat S. 272)

Dieser Gedanke bringt für mich einen großen Teil der Geschichte auf den Punkt. Es geht darum, die eigenen Ansprüche zu hinterfragen, sich selbst mehr zu erlauben und zu erkennen, dass man nicht erst perfekt sein muss, um liebenswert zu sein.

Ich liebe den unverkennbaren Stil von Kyra Groh. Ihr Schreibstil ist leicht, warm und hat unglaublich viel Flow. Dazu blitzt immer wieder dieser feine Sarkasmus auf, der mich ganz nebenbei zum Schmunzeln bringt. Genau diese Mischung aus Humor, Herz und emotionaler Tiefe macht ihre Geschichten für mich so besonders.

Und dann ist da natürlich noch Lower Whilby. Ein Ort, der mir inzwischen so sehr ans Herz gewachsen ist, dass ich am liebsten sofort meinen nächsten Urlaub dort verbringen würde. Bleibt nur eine entscheidende Frage: Wie komme ich eigentlich an ein Stück von Caseys legendärer Lasagne? 😅