⭐️⭐️⭐️

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sternen_meer Avatar

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Ich bin mit ganz anderen Erwartungen an „The Poet Empress – Eine Ballade von Liebe und Tod“ von Shen Tao rangegangen und ja, ich wurde überrascht.
Statt einer romantischen Fantasy-Geschichte bekommt man eine ruhige, düstere Erzählung über Macht, Verantwortung und Menschen, die an den Umständen, die ihnen auferlegt werden, zerbrechen

Die Geschichte von Wei und Terren ist gleichzeitig faszinierend und schwer verdaulich.
Wei entwickelt sich von einer einfachen Bauerntochter zu einer Frau, die klug, mutig und strategisch handelt, obwohl ihr Herz dabei oft zwischen Angst, Pflicht und Hoffnung zerrissen wird. Terren wiederum ist keine Figur, die man lieben muss und genau das macht ihn interessant.

Die Rückblicke in seine Vergangenheit zeigen, warum er so geworden ist, wie er ist, und verleihen der Geschichte eine emotionale Tiefe, die mich überrascht hat. Besonders die Beziehung zu seinem Bruder hat mich berührt; diese unausgesprochenen Gefühle, verpassten Chancen und kleine Momente von Zuneigung waren für mich das Herzstück der Story

Das Buch nimmt sich Zeit
Sehr viel Zeit

Jede Entscheidung,

jede Intrige, jede Beziehung wird ausführlich erzählt, was einerseits hilft, alles zu verstehen, andererseits aber auch etwas zäh werden kann

Für mich persönlich war es manchmal ein bisschen zu langsam, aber ich konnte nachvollziehen, warum diese Details nötig sind, besonders um Terrens Charakter und seine Grausamkeiten einzuordnen

Was mir gefallen hat: Die Geschichte ist in sich abgeschlossen

Keine Cliffhanger, keine endlosen Reihenfolgen. Man bekommt eine runde, in sich stimmige Geschichte, die einen noch lange beschäftigt, wenn man das Buch zugeschlagen hat


3 Sterne