Ein Highlight das seines Gleichen sucht

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
träumerin Avatar

Von

Nach der Leseprobe hatte ich einer sehr hohe Erwartung an das Buch und ich wurde nicht enttäuscht. Eine Welt, die durch ihren poetischen Schreibstil vor meinem Auge erblühte. Intensiv, emotional und brutal zog mich diese Erzählung über die Magie von Sprache und Wahrheit in den Bann.
Bereits in den ersten Szenen bekommt man zu spüren, wie düster, herzzerreißend und grausam die Geschichte sein kann. Manchmal drehte sich mir der Magen um, ich musste weinen oder pausieren, weil die Bilder in meinen Kopf mich gefangen hielten. Eine Welt, die einen an seine Grenzen treibt, wo niemandem vertraut werden darf und alles anders ist als es scheint.
Diese Geschichte lebt von ihren Figuren und deren Entwicklungen. Sie beweist das man niemals die ganze Wahrheit über das Wesen einer Person kennen kann.
Besonders Wei hat mich sehr beeindruckt. Ihr Mut, ihre Gefühle und ihr Durchhaltevermögen. Sie ist eine Figur zum mitfiebern, beweist aber auch, das Macht verändert. Immer.
Terren ist grausam, ein wahrhaftiges Monster. Doch die Autorin erzählt auch wie er wurde wer er ist und bei keiner anderen Person ist mir so sehr das Herz zerbrochen als ich endlich jeden Punkt miteinander verknüpft hatte.
Um das Herzseelengedicht zu schreiben muss Wei lernen sein Herz zu kennen und ihn zu lieben, und diesen Weg hat die Autorin so unfassbar emotional geschrieben, das ich mich keinen Moment von der Geschichte lösen wollte.
Das Ende war ebenso unerwartet wie gelungen. Normalerweise für mich die größte Schwäche eines Standalones ist diese Geschichte perfekt in sich abgeschlossen. Ich hätte kein Wort mehr oder weniger gebraucht.
Eine großartige Geschichte, die ich nicht mehr vergessen werde und ein neues Jahreshighlight. Ich kann diese Geschichte nur jedem empfehlen, der asiatisches Setting, eine historische Fantasy und eine Geschichte liebt, die unter die Haut geht.