emotionale Achterbahn im asiatischen Setting

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kate88 Avatar

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The Poet Empress hat mich vor allem wegen des wunderschönen Covers und dem bezaubernden Farbschnitt angesprochen. Nachdem ich die ersten Kapitel gelesen habe, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Zu allererst möchte ich anmerken, dass es sich eher um ein asiatisches Historiendrama handelt mit einigen Fantasyelementen. Wer einen dark/high Fantasyroman erwartet, wird daher ggf. entäuscht sein. Mir hat das Setting allerdings gut gefallen.

Ich konnte mich gut in die Protagonistin hineinversetzen und fand besonders ihre Charakterentwicklung sehr stark. Auch ihre Sicht auf die anderen Charaktere, das Geschehen im Palast und die Welt sind sehr schön beschrieben und entwickelt sich stetig weiter. Am Ende des Buches ist Wei tatsächlich kaum noch wiederzuerkennen, da das Erlebte sie unwiederuflich geprägt und verändert hat. Prinz Terren ist ebenfalls ein interessanter Charakter. Anfangs konnte ich ihn aus vielerlei Gründen nicht leiden und seine Taten sind bis zum Schluss nicht entschuldbar, allerdings erfährt man durch verschiedene Rückblenden, was ihn so hat werden lassen, was zumindest eine Erklärung für seine Handlungen liefert und mich emotional oft getroffen hat. Ich habe immernoch gemischte Gefühle, wenn ich an seine Geschichte zurückdenke. Das Buch zeigt hier sehr schön, dass nicht alles Schwarz/Weiß ist und die Charaktere nicht nur gut, oder böse sind.

Das Buch ist angenehm und flüssig geschrieben und die Kapitel sind relativ kurz, was mir persönlich gefällt. Bisher ist es eines meiner liebsten Bücher 2026!