facettenreiche Geschichte über den Mut, Rechtschaffenheit und Traditionen

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dimue Avatar

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Bevor ich kurz zu dem Buch eingehe, zwei Punkte was bei mir oft Verwunderung und auch Ärger hervorgerufen haben. Dieses Buch wird absolut falsch vermarktet, es ist nämlich KEIN Jugendbuch und KEIN klassisches Romantasy und ab 14 finde ich arg bedenklich. Wenn man das Buch wo einordnen möchte, dann am ehesten in das epische, historische Dark-Fantasy mit einem wundervollen, heilsamen Ende.


Die Geschichte spielt in einem asiatischen Setting zur Azalee-Dynastie. Die Protagonistin ist Bauerstochter und durch ihren Mut und großem Herzen, wird sie als Konkubine mit an den Kaiserhof genommen. Sie lernt die Sprache der Konkubinen und merkt schnell, dass sie anders ist. Sie hat nicht das Bedürfnis bepflanzt zu werden und es kommt zum kleinen oder großen Skandal, als sie als Gemahlin erwählt wird.


Ab jetzt zieht die Spannung an und man taucht als Hörerin in die Welt von Intrigen, Macht, Manipulation und Hoffnung ein. Wie im Klappentext angegeben, geht ein großer Teil der Geschichte um das Herzseelengedicht. Ein Stilmittel, was ich einerseits mochte und mir andererseits das Herz bluten ließ. Denn ich fragte mich oft, kann Macht einen wirklich so grausame Dinge tun lassen? Ich war fassungslos und wütend und schockiert und am Ende auch traurig. Mehr Details kann ich nicht geben, ohne zu spoilern, aber nur so viel, die Triggerwarnung spoilert meiner Meinung nicht.


Johanna Zehendner gibt der Hauptprotagonistin ihre Stimme und schafft es die Emotionen dieser sehr intensiv zu transportieren. Sie unterstützt von Jesse Grimm und Oliver E. Schönfeld.

Fazit: Wer tiefgründige Geschichten im asiatischen Setting mag über eine mutige junge Frau, Traditionen, Hoffnung und Macht, der ist hier richtig. Das Buch hallt nach und lässt einen oft fassungslos als Leser stehen, um in nächsten Moment wider einzufangen und wie im Wind mitzutragen.