Tragische, teils brutale und sehr emotionale Geschichte

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Dieses Buch ist eine mitreißende, emotionale, düstere, eindringliche Fantasy-Saga, die sich intensiv mit Moral und Pflicht auseinandersetzt und größtenteils innerhalb der Mauern eines von der alten chinesischen Kultur inspirierten Kaiserpalastes spielt.

Der Hofstaat, der nur so von Intrigen geprägt ist, sei es durch die Konkubinen, die sich gegenseitig bekämpfen, bis hin zum brutalen, aber konfliktreichen Kampf um den Thron zwischen den Prinzen, ist sehr lebendig erzählt. Die Welt selbst, in der die Geschichte spielt, ist einzigartig: Magie wird in Form von poetischen Segnungen eingesetzt und verteilt, eine Macht, die den Frauen vorenthalten bleibt.

Die Geschichte ist äußerst charakterorientiert, bei der die Figuren komplex, vielschichtig und authentisch dargestellt sind. Wei ist keine mythische Heldin. Sie macht Fehler. Sie entscheidet sich dafür, zu überleben. Sie ist keine Kämpferin im eigentlichen Sinne und versucht auch nicht, eine zu sein. Terren hingegen ist ein perfekter Bösewicht, er agiert brutal und ohne Skrupel.

Alles in allem ist dieses Buch keine leichte Lektüre. Es enthält Szenen von Gewalt, Missbrauch und emotionalem Schmerz, die verstörend sein können. Tao versteht es jedoch ausgezeichnet, die erschütternden Elemente auf oft feinfühlige und subtile Weise einzubauen und mit wunderbarer Poesie der Handlung dann wieder die Härte zu nehmen. Es ist eine dieser Geschichten, bei der man als Leser von Beginn an bis zum emotionalen, herzzerreißenden und überzeugenden Ende gemischte Gefühle gegenüber allen Charakteren hat und die noch nach Beenden nachwirkt.

Fazit: Dieses Buch ist eine echte Wucht und ich empfehle es hiermit sehr gern weiter. Eine wichtige Anmerkung habe ich jedoch noch: Beachten Sie hier unbedingt die Triggerwarnungen, denn einige Stellen sind schon sehr schwer verdaulich.