Ein Einzelband, der auf allen Ebenen überzeugt!
Harlow hat eine besondere Gabe: Ihr Kuss ist giftig. Auf einem ihrer Aufträge nimmt sie einen Mann ins Visier und küsst ihn, doch er überlebt und später stellt sich heraus, dass er ihr arrangierter Ehemann ist. Mit ihm in seiner Heimat muss sie sich gegen alle Gefahren durchkämpfen. um zu überleben.
“Ich habe Leib und Leben riskiert und bin verletzt worden, um sie beschützen zu können. Weil es nicht reicht, von Männern beschützt zu werden, genauso wie es nicht reicht, selbst Rache wegen ihrer Gewalt zu nehmen. Ich habe ihre Gewalt in mich aufgenommen, habe sie aus ihrem Knochenmark gesogen. Ich bin zur Bestie geworden.” -Harlow
Dieser High-Fantasy-Einzelband ist irgendwie auf meinem Radar aufgetaucht und erst im Nachhinein habe ich gemerkt, wie unfassbar gut das Buch im englischsprachigen Raum angekommen ist und wie gut die Bewertungen bei so vielen Lesern sind. Von der ersten Seite an konnte mich das High-Fantasy-Standalone in seinen Bann ziehen. Die Geschichte startet direkt spannend und man bekommt schnell das Gefühl, dass hinter den Charakteren und den Ereignissen deutlich mehr steckt, als man zunächst vermutet. Gerade dieser Einstieg hat mir unglaublich gut gefallen, weil direkt eine gewisse Spannung aufgebaut wird und ich unbedingt wissen wollte, wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Auch die Buchgestaltung steht dem in nichts nach und die Erklärungen der Welt am Anfang, sowie die Karten und der Farbschnitt sind ein echter Hingucker.
Was für mich aber definitiv das Highlight des Buches waren, sind die Plottwists. Immer wieder gab es Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Teilweise wurden meine Vermutungen komplett über den Haufen geworfen und genau das hat dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte. Ich liebe es, wenn ein Buch nicht einfach nur vorhersehbar seine Handlung abarbeitet, sondern mich tatsächlich überraschen kann. Harlow hat eine tragische Vergangenheit, die Stück für Stück ans Licht kommt und mich immer mehr von ihr überzeugt hat. Ihre Fähigkeit und ihre Beziehung zu ihren Eltern waren authentisch, sodass aus einer starken und feministischen Frau, die von allen ausgenutzt wird, Charakter bekommt und alles dafür tut, um ihre Schwester und alle anderen Frauen zu retten.
Aber auch der Love-Interest Henry steht ihr in nichts nach und ist ein würdiger Partner. Gemeinsam geben sie ein besonderes Paar ab, das einiges durcharbeiten muss, bis es eventuell zu einem Happy End kommt. Mir gefiel besonders gut die Dynamik zwischen ihnen und wie sich von Feindschaft bis über Toleranz und schließlich Liebe alles echt angefühlt hat. Das Geplänkel zwischen ihnen hat mir die Geschichte versüßt und ich habe das Buch dadurch nahezu durchgesuchtet. Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen. Sie sind alles andere als blass und haben eine starke Präsenz innerhalb der Geschichte. Man merkt, dass die Figuren ihre eigenen Ecken und Kanten haben und nicht einfach nur dafür existieren, die Handlung voranzutreiben. So bekam die Story den gewissen Kick, denn mit Harlows großer Familie, Henrys abgeschiedenem Volk und anderen wichtigen und brutalen Persönlichkeiten in der Stadt wird es nie langweilig.
Und dann wäre da natürlich noch der Spice. Davon gibt es definitiv einiges, aber ich fand ihn überraschend originell eingebaut. Die spicy Szenen wirken nicht einfach wie Lückenfüller, sondern passen zur Geschichte und zu den Charakteren. Für mich also definitiv ein Pluspunkt, aber ich kann gut verstehen, dass es einige Leser genervt hat und das in dem Ausmaß nicht erwartet haben. Teilweise streckt sich dadurch nämlich das Mittelstück des Buches, wenn der spannende Anfang abgeklungen ist und man noch nicht beim phänomenalen Schluss angelangt ist. Denn gerade das Finale hat noch einmal alles herausgeholt. Die letzten Seiten waren emotional so stark, dass ich tatsächlich ein kleines bisschen weinen musste. Und wenn ein Buch es schafft, mich nach all den Wendungen am Ende noch einmal so richtig emotional zu erwischen, hat es definitiv etwas richtig gemacht. Es war nicht einmal besonders traurig, aber die Darstellung der Gefühle durch den fantastischen Schreibstil hat alle Gefühle intensiver gemacht.
Zum Schluss noch ein paar Worte zur Story an sich, die trotz dem starken Fokus auf den Charakteren nicht untergetaucht ist. Mit vampirähnlichen Wesen außerhalb der schützenden Mauern haben wir einen Feind, den es zu besiegen gibt, während die Familien alle ihre eigene Agenda haben. Fesselnde Kämpfe und politische Intrigen ziehen sich durch das Buch, wodurch einmal mehr nichts vorhersehbar ist. Außerdem ist mit dem klugen Worldbuilding die Hintergrundkulisse sowie die Historie des Landes perfekt und alles ist aufeinander abgestimmt und hat am Ende Sinn gemacht. Hinzu kommen die magischen Fähigkeiten der wichtigen Personen im Buch, die es erst zu einem Fantasy-Erlebnis gemacht haben. Diese sind für mich immer besonders wichtig und in diesem Buch hat alles gestimmt und die Magie hat die Spannung zusätzlich erhöht. Das gilt besonders für Harlows giftigen Kuss, der wichtige Szenen eingeleitet hat.
Insgesamt hätte man einen Debüt-Einzelband nicht besser hinbekommen können!
“Ich habe Leib und Leben riskiert und bin verletzt worden, um sie beschützen zu können. Weil es nicht reicht, von Männern beschützt zu werden, genauso wie es nicht reicht, selbst Rache wegen ihrer Gewalt zu nehmen. Ich habe ihre Gewalt in mich aufgenommen, habe sie aus ihrem Knochenmark gesogen. Ich bin zur Bestie geworden.” -Harlow
Dieser High-Fantasy-Einzelband ist irgendwie auf meinem Radar aufgetaucht und erst im Nachhinein habe ich gemerkt, wie unfassbar gut das Buch im englischsprachigen Raum angekommen ist und wie gut die Bewertungen bei so vielen Lesern sind. Von der ersten Seite an konnte mich das High-Fantasy-Standalone in seinen Bann ziehen. Die Geschichte startet direkt spannend und man bekommt schnell das Gefühl, dass hinter den Charakteren und den Ereignissen deutlich mehr steckt, als man zunächst vermutet. Gerade dieser Einstieg hat mir unglaublich gut gefallen, weil direkt eine gewisse Spannung aufgebaut wird und ich unbedingt wissen wollte, wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Auch die Buchgestaltung steht dem in nichts nach und die Erklärungen der Welt am Anfang, sowie die Karten und der Farbschnitt sind ein echter Hingucker.
Was für mich aber definitiv das Highlight des Buches waren, sind die Plottwists. Immer wieder gab es Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Teilweise wurden meine Vermutungen komplett über den Haufen geworfen und genau das hat dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte. Ich liebe es, wenn ein Buch nicht einfach nur vorhersehbar seine Handlung abarbeitet, sondern mich tatsächlich überraschen kann. Harlow hat eine tragische Vergangenheit, die Stück für Stück ans Licht kommt und mich immer mehr von ihr überzeugt hat. Ihre Fähigkeit und ihre Beziehung zu ihren Eltern waren authentisch, sodass aus einer starken und feministischen Frau, die von allen ausgenutzt wird, Charakter bekommt und alles dafür tut, um ihre Schwester und alle anderen Frauen zu retten.
Aber auch der Love-Interest Henry steht ihr in nichts nach und ist ein würdiger Partner. Gemeinsam geben sie ein besonderes Paar ab, das einiges durcharbeiten muss, bis es eventuell zu einem Happy End kommt. Mir gefiel besonders gut die Dynamik zwischen ihnen und wie sich von Feindschaft bis über Toleranz und schließlich Liebe alles echt angefühlt hat. Das Geplänkel zwischen ihnen hat mir die Geschichte versüßt und ich habe das Buch dadurch nahezu durchgesuchtet. Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen. Sie sind alles andere als blass und haben eine starke Präsenz innerhalb der Geschichte. Man merkt, dass die Figuren ihre eigenen Ecken und Kanten haben und nicht einfach nur dafür existieren, die Handlung voranzutreiben. So bekam die Story den gewissen Kick, denn mit Harlows großer Familie, Henrys abgeschiedenem Volk und anderen wichtigen und brutalen Persönlichkeiten in der Stadt wird es nie langweilig.
Und dann wäre da natürlich noch der Spice. Davon gibt es definitiv einiges, aber ich fand ihn überraschend originell eingebaut. Die spicy Szenen wirken nicht einfach wie Lückenfüller, sondern passen zur Geschichte und zu den Charakteren. Für mich also definitiv ein Pluspunkt, aber ich kann gut verstehen, dass es einige Leser genervt hat und das in dem Ausmaß nicht erwartet haben. Teilweise streckt sich dadurch nämlich das Mittelstück des Buches, wenn der spannende Anfang abgeklungen ist und man noch nicht beim phänomenalen Schluss angelangt ist. Denn gerade das Finale hat noch einmal alles herausgeholt. Die letzten Seiten waren emotional so stark, dass ich tatsächlich ein kleines bisschen weinen musste. Und wenn ein Buch es schafft, mich nach all den Wendungen am Ende noch einmal so richtig emotional zu erwischen, hat es definitiv etwas richtig gemacht. Es war nicht einmal besonders traurig, aber die Darstellung der Gefühle durch den fantastischen Schreibstil hat alle Gefühle intensiver gemacht.
Zum Schluss noch ein paar Worte zur Story an sich, die trotz dem starken Fokus auf den Charakteren nicht untergetaucht ist. Mit vampirähnlichen Wesen außerhalb der schützenden Mauern haben wir einen Feind, den es zu besiegen gibt, während die Familien alle ihre eigene Agenda haben. Fesselnde Kämpfe und politische Intrigen ziehen sich durch das Buch, wodurch einmal mehr nichts vorhersehbar ist. Außerdem ist mit dem klugen Worldbuilding die Hintergrundkulisse sowie die Historie des Landes perfekt und alles ist aufeinander abgestimmt und hat am Ende Sinn gemacht. Hinzu kommen die magischen Fähigkeiten der wichtigen Personen im Buch, die es erst zu einem Fantasy-Erlebnis gemacht haben. Diese sind für mich immer besonders wichtig und in diesem Buch hat alles gestimmt und die Magie hat die Spannung zusätzlich erhöht. Das gilt besonders für Harlows giftigen Kuss, der wichtige Szenen eingeleitet hat.
Insgesamt hätte man einen Debüt-Einzelband nicht besser hinbekommen können!