Fesselnde Romantasy, die leider einige Schwächen aufweist
"The Poison Daughter" von Sheila Masterson ist eine durchaus fantasievoll geschriebene Geschichte, der Hintergrund der beiden von Mauern umschlossenen Städte und die Bedrohung durch die Blutleeren hätte das Potential zu einem echten Lesehighlight gehabt. Auch die Protagonistin und die magischen Gaben fand ich einzigartig und originell. Bei Harlow handelt es sich um keinen Teenager mehr, wie man sie häufig in Romantasy-Büchern antrifft, sie ist eine erwachsene Frau, die bereits einen grässlichen Ehemann überlebt hat und mit der Magie ihrer giftigen Lippen heimlich für mehr Gerechtigkeit in ihrer Stadt mordet.
Auch Henry, ihren Zukünftigen, fand ich von Anfang an sympathisch und sehr interessant. Er macht Harlows Familie für einen vor zehn Jahren erfolgten Überfall auf seine Heimatstadt verantwortlich, dem viele Bewohner zum Opfer fielen und sinnt auf Rache. Aus dieser Dynamik zwischen den Hauptfiguren, dem gegenseitigen Belauern und der Anziehung, die trotz der Feindschaft ihrer Familien entsteht, hätte sich der vom Verlag versprochene Pageturner entwickeln können, doch leider verlor sich der Reiz der Geschichte für mich in teilweise belanglosen Nebeninformationen und so viel Spice, dass die Handlung dafür etwas auf der Strecke blieb. Versteht mich nicht falsch, ich mag Erotik in Büchern, auch häufige und sehr explizit beschriebene Szenen (wem so etwas gar nicht gefällt, sollte unbedingt die Finger von diesem Buch lassen), doch selbst mir ist es irgendwann auf den Keks gegangen.
Weil es ständig darauf hinaus lief, Harlow zu dominieren, anfangs hat Henry ihr ein Safeword hingeschmissen (zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, dass er ihr immer mal ins Gedächtnis gerufen hat, es benutzen zu können) ehe er sie gnadenlos seinem Willen (und seinem Körper) unterwarf. Nicht nur dass aus diesem Grund keiner von beiden dazu kam, seinen eigentlichen Plan auch nur einen Schritt weiter zu verfolgen, es passte für mich absolut nicht zu einer Frau, die von toxischer männlicher Gewalt schwer traumatisiert war und die vor dieser Ehe Nacht für Nacht Selbstjustiz gegen brutale Männer ausgeübt hat.
Außerdem gab es Nebenstränge, deren Sinn sich mir im Nachhinein nicht erschlossen hat, es wirkte, als sollte damit kurzfristig Spannung erzeugt werden, ohne das es später zu einer Auflösung kam. Einige Übersetzungsfehler haben das Lesevergnügen zusätzlich geschmälert, was ich sehr schade fand, denn der Schreibstil an sich hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. So bin ich recht zwiegespalten in meiner Bewertung, an sich habe ich mich nicht schlecht unterhalten gefühlt, aber einige gravierende Logiklücken haben meine positiven Emotionen regelmäßig gedämpft. Daher reicht es leider nur für drei von fünf Sternen und eine verhaltene Empfehlung für die guten Ansätze dieser Geschichte.
Fazit: Der fesselnde Schreibstil und die einzigartige Magie sind für mich die Pluspunkte der Geschichte, leider halten sich meiner Meinung nach die Minuspunkte damit die Waage, so dass ich nur eine mittelprächtige Bewertung abgeben kann.
Auch Henry, ihren Zukünftigen, fand ich von Anfang an sympathisch und sehr interessant. Er macht Harlows Familie für einen vor zehn Jahren erfolgten Überfall auf seine Heimatstadt verantwortlich, dem viele Bewohner zum Opfer fielen und sinnt auf Rache. Aus dieser Dynamik zwischen den Hauptfiguren, dem gegenseitigen Belauern und der Anziehung, die trotz der Feindschaft ihrer Familien entsteht, hätte sich der vom Verlag versprochene Pageturner entwickeln können, doch leider verlor sich der Reiz der Geschichte für mich in teilweise belanglosen Nebeninformationen und so viel Spice, dass die Handlung dafür etwas auf der Strecke blieb. Versteht mich nicht falsch, ich mag Erotik in Büchern, auch häufige und sehr explizit beschriebene Szenen (wem so etwas gar nicht gefällt, sollte unbedingt die Finger von diesem Buch lassen), doch selbst mir ist es irgendwann auf den Keks gegangen.
Weil es ständig darauf hinaus lief, Harlow zu dominieren, anfangs hat Henry ihr ein Safeword hingeschmissen (zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, dass er ihr immer mal ins Gedächtnis gerufen hat, es benutzen zu können) ehe er sie gnadenlos seinem Willen (und seinem Körper) unterwarf. Nicht nur dass aus diesem Grund keiner von beiden dazu kam, seinen eigentlichen Plan auch nur einen Schritt weiter zu verfolgen, es passte für mich absolut nicht zu einer Frau, die von toxischer männlicher Gewalt schwer traumatisiert war und die vor dieser Ehe Nacht für Nacht Selbstjustiz gegen brutale Männer ausgeübt hat.
Außerdem gab es Nebenstränge, deren Sinn sich mir im Nachhinein nicht erschlossen hat, es wirkte, als sollte damit kurzfristig Spannung erzeugt werden, ohne das es später zu einer Auflösung kam. Einige Übersetzungsfehler haben das Lesevergnügen zusätzlich geschmälert, was ich sehr schade fand, denn der Schreibstil an sich hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. So bin ich recht zwiegespalten in meiner Bewertung, an sich habe ich mich nicht schlecht unterhalten gefühlt, aber einige gravierende Logiklücken haben meine positiven Emotionen regelmäßig gedämpft. Daher reicht es leider nur für drei von fünf Sternen und eine verhaltene Empfehlung für die guten Ansätze dieser Geschichte.
Fazit: Der fesselnde Schreibstil und die einzigartige Magie sind für mich die Pluspunkte der Geschichte, leider halten sich meiner Meinung nach die Minuspunkte damit die Waage, so dass ich nur eine mittelprächtige Bewertung abgeben kann.