Gift getränkte Lippen

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Sheila Masterson konnte mich mit „The Poison Daughter-Zum Sterben schön“ direkt überzeugen. Die Mischung aus starken Emotionen und einer spannenden Handlung sorgt dauerhaft für eine düstere Atmosphäre in der man sich verlieren kann.

Wir lernen Harlow Carrenwell kennen, die eine ganz besondere Gabe, oder eher Fluch, hat, denn ihre Lippen sind Gift getränkt und jeder Mann, der sie küsst, stirbt durch ihre Lippen. Doch Harlow setzt ihre Fähigkeit heimlich auch gegen Männer ein, die sich an Frauen vergreifen. Der nächste Mann auf ihrer Liste ist ihr Verlobter Henry Havenwood, den Harlow, wie ihren erster Ehemann, Tod sehen will, doch ausgerechnet Henry überlebt ihren Kuss.

Für sie beginnt ein Leben auf Henrys Festung und eine ungewisse Zukunft, denn er verfolgt ganz eigene Ziele. Die Autorin spielt hier immer wieder mit den Gefühlen aus Misstrauen, Verrat und Intrigen und sorgt so für eine spannende Mischung. Harlow kann sich nicht sicher sein, wem sie vertrauen kann und so bleibt immer eine Distanz zwischen ihr und Henry die langsam immer wieder schwindet. Harlow sieht schon bald nur die Möglichkeit, Henrys Herz zu bekommen, um sich selbst zu schützen.

Neben der erdrückenden Situation auf Henrys Burg, gibt es auch viele weitere düstere und gefährliche Szenen, wie der Vampirwald. Aber vor allem ist es sehr reizvoll zu sehen wie sich Harlow und Henry weiterentwickeln und immer wieder zu einander finden und dann doch wieder durch misstrauen entzweien. Dies wirkt dabei sehr glaubwürdig, sodass man selbst nie sicher sein kann, wie die Handlung nun enden wird.
Dies ist ein wunderbarer Fantasyroman, den ich sehr gerne weiterempfehlen kann.