Politik, Magie und sehr viel Spice

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geektesse Avatar

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Hui, was für ein Ritt!

Ich mochte die politischen Verwicklungen in der Geschichte richtig gerne und auch das Worldbuilding konnte mich sehr überzeugen. Die beiden unterschiedlichen Städte und ihr Aufbau, die Gottheiten und Mythen innerhalb der Geschichte sowie die Magie haben mir wirklich gut gefallen. Gerade für einen Einzelband steckt hier erstaunlich viel drin.

Die Protagonistin ist dabei eine sehr schillernde Figur, während der MMC für mich dagegen etwas blasser geblieben ist. Besonders gut gefallen hat mir allerdings, dass die beiden mit Anfang 30 altersmäßig nah beieinander liegen und damit deutlich älter sind als viele andere Protagonist:innen, die man sonst in Fantasygeschichten findet.

Ein großes Highlight war für mich außerdem die Darstellung der chronischen Erkrankung. Das ist tatsächlich eine der besten und glaubwürdigsten Darstellungen von chronischen Krankheiten, die ich bisher gelesen habe.

Bei den Spice Szenen scheiden sich vermutlich die Geister. Auch wenn ihr beim Rest des Buches denkt „Oh, das klingt aber gut, ein bisschen Spice stört mich nicht“, solltet ihr hier vorher wissen, worauf ihr euch einlasst. Es gibt unter anderem eine sehr deutliche Sub/Dom Dynamik und Voyeurismus. Wenn ihr keinen expliziten Spice mögt, werdet ihr mit dem Buch vermutlich ein Problem haben. Und selbst für mich, obwohl ich Spice grundsätzlich gerne lese, war es teilweise einfach zu viel beziehungsweise ziemlich over the top.

Die deutsche Übersetzung war für mich außerdem an einigen Stellen etwas holprig, was den Lesefluss leider gelegentlich gestört hat.

Alles in allem hat mir das Buch als Einzelband aber wirklich sehr viel Spaß gemacht. Das Worldbuilding, die politischen Verwicklungen und die Protagonistin haben mich definitiv bei der Stange gehalten. Nur beim Spice wäre für mich an einigen Stellen weniger tatsächlich mehr gewesen.