So viele gute Ideen, aber

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terii Avatar

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Harlows Kuss ist giftig.
Davon darf aber aus zwei Gründen niemand wissen: Einerseits ist ihre Familie Carrenwell eine der mächtigsten in der ganzen Stadt Lunameade und andererseits ist Harlow eine Auftragskillerin. Sie tötet vor allem gewalttätige und untreue Männer.
Ihren ersten Ehemann hat Harlow durch ihren Kuss (und durch die politische Intrige ihrer Familie) bereits unter die Erde gebracht - und nun soll sie den nächsten heiraten. Da gibt es nur ein Problem: Ihr neuer Verlober Henry hat nur eine Nacht vorher ihren Todeskuss überlebt. 
Nicht nur, dass Harlow sich aus dieser Ehe herausküssen kann, nein, Henry weiß damit auch über ihr Doppelleben bescheid. 
Die beiden beschließen das beste aus der Situation zu machen: Harlow reist mit Henry durch den mit Monstern gefüllten Wald zu seiner Festung, wo sie als seine Frau leben wird. Lieben, das weiß sie, kann sie ihn ohnehin nicht …

Ich war mir so sicher, dass mir das Buch gefallen wird! Ich habe sehr viel gutes gehört und das Buch gab mir so One Dark Window Vibes gekreuzt mit From Blood and Ash. Letzteres fand ich zwar nicht so gut, aber der Vibe hatte mir damals ja auch zugesagt.
Hach. 
Wo fange ich nur an?
Erstens: Das Buch hat seine Leser:innen bereits gefunden. Es ist dark, aber nicht zu dark. Es ist spicy und da etwas gewagt, aber auch nicht zu gewagt. Es bringt beliebte Tropes auf den Tisch, behält aber auch ein bisschen eine eigene Magie.
Meine Probleme befanden sich an mehreren Stellen: Unsere Protagonistin wird uns als Gifträcherin vorgestellt, was erstens bei ihrer eigenen Familie aufhört und zweitens durch den „kussfesten“ Henry schnell in den Hintergrund rückt. Auch Henry hat mir gar nicht gefallen, die Dinge, die er später im Buch sagt und tut, sind selbst für morally grey Charaktere nicht in Ordnung.
Auch die Bedrohung mit den Blutleeren, die Wesen vor den Mauern - äh Toren, war sehr antiklimatisch.
„The Poison Daughter“ hat so viele interessante Ideen, die einfach nur halbherzig umgesetzt worden sind. Ich habe einen dicken Wälzer bekommen, der sich leider sehr oft im Kreis dreht und bei dem ich am Ende nicht zufrieden war.