Stark begonnen, zum Ende hin leider immer zäher
Die Grundidee von The Poison Daughter hat mich sofort begeistert: Harlow trägt tödliches Gift auf ihren Lippen und kann Männer mit einem Kuss umbringen. Ausgerechnet ihr neuer Verlobter Henry überlebt jedoch – und verfolgt offensichtlich seine ganz eigenen Pläne. Das klang für mich nach einer düsteren, gefährlichen Romantasy mit einer ungewöhnlichen Protagonistin, viel Spannung und einer knisternden Enemies-to-Lovers-Dynamik.
Der Anfang konnte meine Erwartungen auch vollkommen erfüllen. Harlow war für mich keine typische Fantasyheldin, sondern eine moralisch ambivalente und dadurch besonders interessante Protagonistin. Ihre Fähigkeiten, ihre Vergangenheit und ihr nächtlicher Kampf gegen Menschen, die Schwächeren Leid zufügen, machten mich sofort neugierig. Auch Henry fand ich spannend, weil lange nicht eindeutig war, was er wirklich beabsichtigt und ob Harlow ihm vertrauen kann. Die Dynamik zwischen den beiden hat für mich anfangs sehr gut funktioniert und sorgte für einige intensive und unterhaltsame Momente.
Auch die düstere Welt mit ihren Intrigen, Geheimnissen und dem vampirverseuchten Wald hat mir gefallen. Gerade in der ersten Hälfte wollte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ließ sich flüssig lesen und die Geschichte entwickelte einen starken Sog.
Leider verlor sie diesen für mich ab etwa der Mitte immer mehr. Die Handlung zog sich zunehmend, einige Entwicklungen wirkten unnötig in die Länge gezogen und das Buch fühlte sich mit seinen fast 900 Seiten schließlich deutlich zu umfangreich an. Während ich am Anfang unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, musste ich mich gegen Ende regelrecht durch die Seiten zwingen. Viele Wiederholungen und längere Passagen, in denen für mein Empfinden zu wenig Entscheidendes passierte, nahmen der Geschichte einen großen Teil ihrer anfänglichen Spannung. Auch die Beziehung zwischen Harlow und Henry konnte mich später nicht mehr so stark fesseln wie zu Beginn.
Das finde ich besonders schade, weil das Buch wirklich großartig startet und sehr viel Potenzial besitzt. Mit einer deutlich strafferen Handlung und weniger Seiten hätte es für mich ein echtes Highlight werden können. So bleibt leider ein zwiespältiger Eindruck: Ich habe den Anfang bis ungefähr zur Mitte geliebt, war zum Schluss aber hauptsächlich froh, das Buch beendet zu haben.
Von mir gibt es daher 3 von 5 Sternen. Die starke Grundidee und die hervorragende erste Hälfte gleichen den zähen Schluss teilweise aus, für eine bessere Bewertung war mein Lesefluss gegen Ende jedoch zu sehr verloren gegangen
Der Anfang konnte meine Erwartungen auch vollkommen erfüllen. Harlow war für mich keine typische Fantasyheldin, sondern eine moralisch ambivalente und dadurch besonders interessante Protagonistin. Ihre Fähigkeiten, ihre Vergangenheit und ihr nächtlicher Kampf gegen Menschen, die Schwächeren Leid zufügen, machten mich sofort neugierig. Auch Henry fand ich spannend, weil lange nicht eindeutig war, was er wirklich beabsichtigt und ob Harlow ihm vertrauen kann. Die Dynamik zwischen den beiden hat für mich anfangs sehr gut funktioniert und sorgte für einige intensive und unterhaltsame Momente.
Auch die düstere Welt mit ihren Intrigen, Geheimnissen und dem vampirverseuchten Wald hat mir gefallen. Gerade in der ersten Hälfte wollte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ließ sich flüssig lesen und die Geschichte entwickelte einen starken Sog.
Leider verlor sie diesen für mich ab etwa der Mitte immer mehr. Die Handlung zog sich zunehmend, einige Entwicklungen wirkten unnötig in die Länge gezogen und das Buch fühlte sich mit seinen fast 900 Seiten schließlich deutlich zu umfangreich an. Während ich am Anfang unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, musste ich mich gegen Ende regelrecht durch die Seiten zwingen. Viele Wiederholungen und längere Passagen, in denen für mein Empfinden zu wenig Entscheidendes passierte, nahmen der Geschichte einen großen Teil ihrer anfänglichen Spannung. Auch die Beziehung zwischen Harlow und Henry konnte mich später nicht mehr so stark fesseln wie zu Beginn.
Das finde ich besonders schade, weil das Buch wirklich großartig startet und sehr viel Potenzial besitzt. Mit einer deutlich strafferen Handlung und weniger Seiten hätte es für mich ein echtes Highlight werden können. So bleibt leider ein zwiespältiger Eindruck: Ich habe den Anfang bis ungefähr zur Mitte geliebt, war zum Schluss aber hauptsächlich froh, das Buch beendet zu haben.
Von mir gibt es daher 3 von 5 Sternen. Die starke Grundidee und die hervorragende erste Hälfte gleichen den zähen Schluss teilweise aus, für eine bessere Bewertung war mein Lesefluss gegen Ende jedoch zu sehr verloren gegangen